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Vom hässlichen Entlein zum eleganten Schwan

01.06.2011

Hotel & Residences Sans Souci Wien kombiniert Boutiquehotel und Eigentumswohnungen mit Wiener Flair, die mit Antiquitäten und Originalbildern von Roy Liechtenstein eingerichtet werden

Sans Souci Group steigt in das Hotelgeschäft ein

Gleich hinter dem Wiener Volkstheater steht eine Büroruine, die ein türkischer Bauträger und ein griechischer Hotelier in ein klassisches Stadthotel umwandeln wollten und schließlich an der Wirtschaftskrise gescheitert sind. „Aus dem hässlichen Entlein, das jahrelang leer stand, soll ein schöner Schwan werden“, erklärt  Norbert Winklmayer, Geschäftsführer der Sans Souci Group.

Neuer Hotelbetreiber
Sie erwarb die Immobilie für 14,8 Millionen Euro und investiert in das Projekt Hotel & Residences Sans Souci Wien 43 Millionen Euro. „Mit dem Erwerb der Immobilie meldeten sich namhafte Hotelbetreiber wie Motel One, Leonardo oder Waldorf Astoria, die das Haus kaufen beziehungsweise betreiben wollten. Schließlich haben wir uns gefragt: ‚Was fehlt in Wien? Die Antwort war einfach: Die Wiener Interpretation eines internationalen Boutiquehotels.‘
Damit waren die Würfel gefallen und die Sans Souci Group wird das Haus, nachdem mit Andrea Fuchs eine erfahrene Hoteldirektorin gefunden wurde, selbst betreiben und damit in das Hotelgeschäft einsteigen“, betont Winkelmayer. Das historische Bauwerk wird nach seiner Revitalisierung wieder seine ursprüngliche Funktion übernehmen, beherbergte es doch unter anderem einst das Gasthaus „Zum großen Zeisig“, und ab 1872 war darin das bekannte Hotel Höller untergebracht. Seit Februar 2011 laufen die Bauarbeiten: Die Fassade sowie die historischen Holzkastenfenster werden erhalten, behutsam restauriert und revitalisiert. In Abstimmung mit der Behörde werden die einst abgetragenen Balkone an der Straßenfassade und ein um die Jahrhundertwende noch vorhandener Wintergarten anhand von historischen  Bauplänen neu interpretiert und wieder hergestellt.

Neben 60 großzügigen Hotelzimmern und Suiten in den ersten drei Bestandsgeschoßen sind 15 Eigentumswohnungen in der Größe zwischen 60 und 360 Quadratmetern ab der vierten Etage und im zweistöckigen Dachgeschoß geplant. „Die Eigentumswohnungen kosten 10.000 Euro pro Quadratmeter. Dafür kann man den Fitness- und Spa-Bereich inklusive Yoga-Raum, das Schwimmbad mit einem 21 Meter langen Sportbecken und die Sauna sowie die 20 Stellplätze umfassende Tiefgarage – teils gegen Aufpreis –mitbenützen. Die Betriebskosten für das gesamte Haus belaufen sich auf 4,50 Euro pro verbautem Quadratmeter und Monat. Ein Drittel der Luxuswohnungen, die über Otto Immobilien veräußert werden, sind bereits verkauft“, freut sich Winkelmayer.

Kunstvolles Crossover
Die Zimmer und Suiten sollen individuell eingerichtet werden – ge­plant ist ein Crossover aus wertvollen Antiquitäten, Designermöbeln von Charles Eames,  Egg and Swan Chairs von Arne Jacobsen sowie Orignalbilder aus der Stiftung Sans Souci von Roy Liechtenstein. „Auch die technische Ausstattung der Räume ist auf dem letzten Stand, iPad-Steuerung der Zimmertechnik inklusive, aber wir möchten den Gast mit der Technik nicht überfordern. Hier braucht es ein gewisses Augenmaß“, betont Hoteldirektorin Andrea Fuchs. „Von der Ausstattung, den Serviceleistungen und dem Qualitätsstandard entsprechen wir einem Fünf-Sterne-Hotel. Ob wir uns tatsächlich als solches klassifizieren lassen wollen, ist noch offen“, meint Andrea Fuchs.  Die Hotelgastronomie wird sich speziell der Slow´-Food-Küche mit regionalen und saisonalen Produkten widmen. Das Café-Restaurant und die Bar werden vom Hotel selbst betrieben. „Ob wir den Fitness- und Wellnessbereich auch selbst betreiben, haben wir noch nicht entschieden. Es gibt einige interessante Bewerber“, meint Winkelmayer. Entschieden ist, dass sich im Hotelkomplex ein neuer Spar-Gourmet-Markt mit einer Verkaufsfläche von 540 Quadratmetern ansiedelt.

(Redaktion: Irene Stelzmüller)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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