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Vom Obstler zum Kultgetränk

02.01.2007

Wir wissen es nicht! Soweit sich der derzeitige Forschungsstand überblicken lässt, beginnt die Geschichte des destillierten alkoholischen Getränks, des "brennenden Wassers", im Italien des 12. Jahrhunderts. Natürlich kannten andere Kulturkreise schon lange vor dieser Zeit verschiedene Arten der Destillation.

Das Destillieren von Obstprodukten ist ein Teil der Kultur von Ländern, die an die Alpen oder ihre Ausläufer grenzen. Vor Jahrhunderten wurde von Ungarn über das Elsass bis hin in die Normandie Obst verarbeitet, wobei immer die Verwertung - vor der Veredlung - im Vordergrund stand. Ausnahmeprodukte wie Calvados oder Grappa haben eine wesentlich längere Tradition als der Obstbrand. Französische Erzeugnisse - allen voran Cognac - hatten (und haben immer noch) ein wesentlich besseres Image als der "ordinäre Obstler".

In heimischen Obstanbaugebieten, dem Herzen der Schnapsproduktion, wird leider das Obst teilweise noch immer verwertet und nicht veredelt. Das erklärt auch die großen Preisunterschiede am Markt. Wenn jemand sein Obst "wertlos" (Kosten für den Wareneinsatz gibt es nicht, da das Obst ohnehin im Garten wächst) verwertet, ist das Produkt natürlich wesentlich billiger als jenes eines "Unternehmers", der beispielsweise für eine Tonne Himbeeren um die Euro 3.500.- bezahlt. Und aus dieser Tonne Himbeeren erhält man bescheidene 30 Liter trinkfertigen Schnaps!

Ende der 1990er Jahre gaben einige Pioniere den Startschuss zum "Qualitätsbrennertum". Verschnittwaren mit Zuckerzusatz waren nicht mehr gefragt. Dem Boom der "100 % Destillate" - reine Destillate, gewonnen aus vergorenem Fruchtalkohol, ohne Zusatz von Zucker und Aromen - stand nichts mehr im Wege.

© Wolfram Ortner, World Spirits

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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