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Von Platz 15 in die europäischen Top 10

08.08.2006

Als größtes Tourismusunternehmen Österreichs wartet die Verkehrsbüro Gruppe mit Rekordzahlen auf. Ein kontrolliertes Wachstum ist angesagt.

Wir organisieren nicht nur Hotels und Flüge, sondern auch das Wetter.“ Ob des blauen Himmels über Kitzbühel zeigte sich Verkehrsbüro-Generaldirektor Dieter Toth erfreut, noch mehr aber über die durchaus zur Euphorie Anlass gebenden Zahlen der österreichischen Verkehrsbüro Gruppe.
2005 erzielte der Dienstleistungskonzern mit den Geschäftsfeldern Verkehrsbüro Touristik, Verkehrsbüro Hotellerie und Verkehrsbüro Kulinarik einen Umsatz von 827,5 Mio. Euro. „Wir wollen in drei Jahren die Milliarde erreichen“, meinte Toth, der auch als Arbeitgeber deutliche Akzente setzt. Die Verkehrsbüro Gruppe beschäftigt als größtes Touristikunternehmen des Landes 3.580 Mitarbeiter, davon 300 Lehrlinge. Auch das laufende Geschäftsjahr ist vielversprechend. „Wir erwarten 2006 ein Marktwachstum von sechs Prozent, damit liegen wir sensationelle vier Prozent über dem Marktwachstum in Österreich.“
Stolz zeigte sich das Dieter Toth gemeinsam mit seinen Vorständen Norbert Draskovits und Harald Nograsek über die geglückte Integration von Ruefa Reisen in den Konzern. „Wir haben uns bemüht die Stärken zu fördern und nicht mit der Rasierklinge über den gekauften Partner drüber zu fahren“, so Toth. Bekanntlich hat das Verkehrsbüro im November 2004 Ruefa Reisen übernommen, damit ist das Filialnetz der Verkehrsbüro Touristik auf rund 200 Standorte angestiegen.
Österreich hat eine ­Sommerschwäche
Der Icomer Eurotours sieht sich zudem als Vorreiter bei der Entwicklung alternativer Vertriebswege. „Wir sind sehr erfolgreich in der Zusammenarbeit mit dem Diskonter Hofer. 2006 werden bereits 200.000 Kunden eine Hofer Reise buchen, 40% davon über Internet. Generaldirektor Toth sieht die Reisebüros in Zusammenhang mit dem Internet keineswegs unter Druck. „Man muss das Internet als Kommunikationsmittel sehen. Ich glaube die Reisebüros haben eine sehr positive Zukunft.“ Hingegen sieht Verkehrsbüro-Chef Toth die aktuelle Buchungslage in Österreich mit gemischten Gefühlen. „Die Reisetätigkeit nach Österreich ist zögerlich. Es wird eine Stagnation, aber hoffentlich keinen Gästeverlust geben. Man muss ganz klar sagen, das Österreich eine Sommerschwäche hat. Wir sind nicht spannend und attraktiv genug.“
Wachstumsschübe aber
keine Phantastereien
Mit der Marke Austria Trend Hotels & Resorts ist die Verkehrsbüro Gruppe der größte österreichische Hotelbetreiber, dazu kommen drei Campingplätze, zwei Jugendherbergen sowie die Ecotel. Mit 4.000 Zimmer und rund 8.000 Betten erwirtschaftete die Verkehrsbüro Hotellerie 2005 einen Jahresumsatz von 106,8 Mio. Euro. Nach der Eröffnung des neuen Austria Trend Hotel Messe Wien öffnet im September 2006 das Austria Trend Hotel Congress Innsbruck seine Pforten. Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Kitzbühel stellte Toth klar: „Wir wollen weiter wachsen. Bei den Reisebüros und bei den Hotelprojekten.“ Wachstum, so Toth weiter, bedeute aber die Verpflichtung dynamisch und kontrolliert zu bleiben. Bis zum Börsegang 2008 werde es Wachstumsschübe geben, aber keine Phantastereien.
Größte Frischküche ­Mitteleuropas
Auf jeden Fall wolle man vom derzeitigen Platz 15 in die europäischen Top 10 der Reisekonzerne gelangen. Das 3-Stern-Projekt der Verkehrsbüro Gruppe sei ein wenig in Verzug geraten, aber nicht auf Eis gelegt. „Die Zusammenführung von Verkehrsbüro und Ruefa Reisen war doch sehr aufwändig.“ Weiter ausgebaut wurde indes der Bereich Verkehrsbüro Kulinarik. So war die Verkehrsbüro Kulinarik exklusiver Caterer während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft. Im August 2006 wird in Wien-Liesing die größte Frischküche Mitteleuropas eröffnet. „Mit einem Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro stellt das eines der bedeutendsten Projekte der Verkehrsbüro Gruppe dar“, betonte Toth.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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