Direkt zum Inhalt
Selbstbedienung für durstige Wanderer

Vor Ort: Selbstbedienung am Kaskögerlweg

03.07.2018

Vorbildlich sanfter Tourismus im Vulkanland in der Südoststeiermark.

Rasten mit Ausblick
Reiche Getränkeauswahl, das meiste selbstproduziert

Wir waren Radeln und Wandern im Vulkanland der Südoststeiermark. Ein touristisch eher noch wenig entwickeltes Gebiet – zum Beispiel verglichen mit der Südsteiermark. Obwohl die landschaftlichen Reize durchaus vergleichbar sind. Zumindest werden hier eher wenig touristische Angebote umgesetzt, das Wirtshaussterben grassiert, das kulinarische Angebot übernehmen überwiegend Buschenschanken oder Backhendlstationen, Hotels fehlen weitgehend. Dafür macht man Urlaub am Bauernhof oder beim Winzer. Ein sehr sanfter Tourismus!

Aber das Wenige, das geboten wird, ist hervorragend: zum Beispiel das Angebot des Obstbauhofs Haas in Poppendorf bei Gnas. Karl und Roswitha Haas bauen vor allem Bioäpfel an und verarbeiten sie zu sortenreinen Säften, Most, Cider, Edelbränden und sogar Frizzante. Da ihr Hof direkt am Kaskögerlweg liegt, einem ausgeschilderten Rundweg, haben sie für durstige und hungrige Wanderer und Radler eine „Labstation“ eingerichtet. Hier können die Gäste sich unabhängig von Öffnungszeiten selbst aus einem großen Kühlschrank bedienen. Es gibt zum Beispiel köstliche selbstgemachte Aufstriche und Würste in kleinen Gläsern. Die Portion kostet 1 Euro. Dazu kann man sich aus einer reichen Getränkeauswahl bedienen, neben den Eigenprodukten gibt es auch Wasser oder Bier. Die äußerst fairen Preise sind angeschrieben, das Geld wirft man in eine SB-Kassa.

Ansonsten kann man an Holztischen ungestört die phänomenale Aussicht auf steile Weinberge und das kulinarische Angebot genießen. Roswitha Haas erzählt, dass ihr SB-Angebot gut angenommen wird und die Leute auch ehrlich bezahlen – häufig sogar mehr, als es gekostet hätte. Dafür hat sie Absatzschwierigkeiten in der Gastronomie. Der Cider (knapp 2 Euro für 0,3 l) ist der Gastronomie, auch der lokalen und regionalen, zu teuer. Die greift lieber zu den etwas günstigeren Cider-Flaschen der Großen. Etwas sehr Spezielles ist der Obstwein/Apfelmost „Caldera“, den es in zwei reinsortigen Varianten gibt. Übrigens betreibt die Familie auch einen Heurigen und einen Shop. Man kann hier auch sehr idyllisch heiraten und feiern. www.obstbauhaas.at

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
Werbung

Weiterführende Themen

Tourismus
05.09.2018

Die Zahl der Gäste aus dem 1,3-Milliarden-Land in Österreich stieg zuletzt kräftig an. Sind Gäste aus Indien der Hoffnungsmarkt?

Tourismus
05.09.2018

Mit der Rad- und Kletter-WM finden im September gleich zwei Sportgroßveranstaltungen statt. Können sich Touristiker frischen Umsatz erhoffen? 

 

51 Reproduktionen der bekanntesten Werke der Kunstgeschichte sind bis Dezember in Wien zu sehen.
Tourismus
04.09.2018

Die Werke der „großen Meister“ der Renaissance sind als Replikate in der Wiener Votivkirche zu sehen. Eine wirkliche Bereicherung des touristischen Angebots? Die ÖGZ hat sich ein Bild gemacht. ...

Lob & Tadel
03.09.2018

Einmal mit der Transsibirischen Eisenbahn von Wladiwostok nach Moskau zu fahren, war ein Traum, den ich mir diesen Sommer endlich erfüllte. 9288 Kilometer im Zug, mit ein paar Zwischenstopps. 

Elisabeth Matscher aus Tisens, Südtirol, bereitete ein Risotto von vielfarbigen Tomaten zu.
Gastronomie
23.08.2018

Mit einem Auftakt in 1.850 Metern startete das 4. Sommer-Festival in St. Anton. Inoffiziell wurde das Wochenende mit 19 Köchen zur Leistungsschau der alpinen Spitzengastronomie.

Werbung