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Vor Ort: Teambuilding auf der Drau

29.08.2018

Im Nassfeld gefiel uns die touristische Inszenierung. 

Warum wollen manche Eltern mit ihren Kindern im Urlaub ungewöhnliche Dinge erleben? Weil es spannend ist zu erleben, wie sich die eigene Familie in Ausnahmesituationen so anstellt! Weil man davon ausgeht, dass das gemeinsame Meistern von schwierigen Aufgaben noch mehr zusammenschweißt. Teambuilding intern quasi. Besonders abenteuerlustige und aktive Familien werden die absichtlich herbeigeführte Ausnahmesituation, in die ich meine kleine Familie heuer in Kärnten gebracht habe, belächeln. Für uns als Großstädter war es aber ein Abenteuer erster Güte, über das wir noch lange reden werden: Wir sind knapp 20 Kilometer lang auf der Drau gepaddelt. Was heißt hier gepaddelt? Wir haben versucht, das kleine Boot zwischen Oberdrauburg und Greifenburg in der Mitte des Flusses auf Kurs zu halten und gegen keine Brückenpfeiler zu knallen; und das bei durchschnittlichen Strömungsgeschwindigkeiten von etwa 15 km/h. Das klingt nicht nach viel, und es sieht für Außenstehende nicht besonders schwer aus, aber wenn man einmal selbst drinnen sitzt, dann rutscht einem das Herz in die Hose – vor allem wenn man als Amateur versucht anzulegen. Details erspare ich Ihnen, die Drau ist auch im Hochsommer sehr, sehr kalt ... 

Als ich nach unserem Istrien-Badeurlaub und dem Aufenthalt in Kärnten meine Kinder gefragt habe, welche der beiden Urlaube ihnen besser gefallen hat, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen: Was für eine Frage, Kärnten natürlich! Nicht nur der Überlebenskampf auf der Drau, vor allem die Inszenierung des Bergsommers am Nassfeld hat uns alle positiv überrascht. Wer seinen Großstadtkindern die Schönheit des Wanderns und die Lieblichkeit der sommerlichen Bergwelt näherbringen will, der ist in einer Destination wie dem Nassfeld bestens aufgehoben. Sollen doch die anderen auf kroatischen Halbinseln schwitzen, wir fahren in die Berge. 

Autor/in:
Alexander Grübling
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