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Spartenobmann Hans Schenner: "Die heute veröffentlichten Zahlen beweisen einmal mehr, dass die österreichische Tourismuswirtschaft mit ihrer Strategie auf dem richtigen Weg ist".

Vorsaison-Gästerekord mit Bauchweh

31.07.2013

Wien. Für die bisherige Sommervorsaison 2013 (Mai und Juni) wurden nach vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria 15,90 Millionen Nächtigungen gemeldet, was einem Rückgang von 1,0 Prozent gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres entspricht. Die Anzahl der Ankünfte erreichte jedoch mit 5,51 Millionen einen Rekordwert.

"Trotz des heuer außergewöhnlich schwierigen Starts in den Sommer bleibt der Tourismus eine wichtige Konjunkturstütze. Obwohl die Nächtigungen leicht zurückgegangen sind, ist die Zahl der Ankünfte in der Sommer-Vorsaison auf den neuen Rekordwert von 5,5 Millionen gestiegen", sagt Wirtschafts- und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner zu den veröffentlichten Tourismuszahlen der Statistik Austria für Mai und Juni. Ein scheinbar gutes Ergebnis, obwohl der Juni vor allem durch Rekordniederschläge und in Folge durch Hochwasser geprägt war. Für Spartenobmann Hans Schenner sind diese Zahlen jedoch irreführend. "Erstens sind mehr Ankünfte nicht gleichbedeutend mit einem Nettozuwachs an Gästen, und zweitens ist in der Bilanz immer noch der Umsatz entscheidend", stellt Schenner klar. "Mehr Gäste, die in Summe weniger Nächtigungen erzielen, sind ja kein Gewinn für den Tourismus. Das mag ein statistischer Zuwachs sein, aber den Betrieben und ihren Mitarbeitern hilft das nicht. Wenn ich im Lotto drei Dreier gewinne, bringt das weniger Gewinn als ein Fünfer", so der Sprecher der heimischen Tourismuswirtschaft.

Nur vier Bundesländer haben Zuwächse
Der Nächtigungsrückgang von 6,2 Prozent im Juni gegenüber dem Vorjahr war aufgrund des Schlechtwetters für ihn zu erwarten. Das Nächtigungsplus von 0,1 Prozent im ersten Halbjahr 2013 als tollen Rekord zu werten, ist daher laut Schenner "ein Fehlschluss und zudem eine Übertreibung". Denn nur vier von neune Bundesländern, allen voran Wien, hatten einen Zuwachs, fünf Bundesländern verzeichneten jedoch in der Zeit von Jänner bis Juni 2013 Rückgänge. Trotzdem ist für Schenner der Sommer noch nicht gelaufen: "Die Kampagne der Österreich Werbung 'Jetzt.Österreich' läuft sehr gut und macht gute Stimmung. Und Stimmung ist das Wichtigste im Tourismus", betont Schenner.

Sommervorsaison gewinnt an Bedeutung
Nichtsdestotrotz zeigt die Statistik Austria-Analyse, dass sich seit Beginn der 1970er Jahre die Bedeutung der Vorsaisonmonate Mai und Juni im Vergleich zur Sommerhauptsaison (Juli und August) stetig zunimmt. Gemessen an der gesamten Sommersaison (Mai bis Oktober) lag der Anteil der Sommervorsaison 1974 mit 13,20 Mio. Nächtigungen noch bei 18,5 Prozent und stieg im Sommer 2012 mit 16,01 Mio. auf 24,5 Prozent. Gleichzeitig gingen die Nächtigungen in der Sommerhauptsaison von 46,00 Mio. im Sommer 1974 (Anteil am gesamten Sommer: 64,6 %) auf 32,73 Mio. im Sommer 2012 (Anteil: 49,8 %) zurück. Dieser Rückgang konnte zwar durch den Anstieg in der Vorsaison nicht kompensiert werden, die Verteilung der Sommernächtigungen von Mai bis August erfolgt nunmehr mit 1/3 Vorsaison und 2/3 Hauptsaison jedoch gleichmäßiger als noch Mitte der 1970er Jahre. Damals entfielen rund 80 Prozent der Nächtigungen von Mai bis August auf die Hauptsaison und nur 20 Prozent auf die Sommervorsaison.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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