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Wachstum durch Freizeitangebot

11.10.2008

Ebner´s Waldhof am Fuschlsee feiert sein 50-jähriges Jubiläum mit der Auszeichnungzum Vier-Sterne-Superior-Hotel

Wir haben von unserer Mutter gelernt, was Gastfreundschaft heißt, und entsprechend dieser Philosophie führen wir noch heute wie damals den Betrieb", erklärt Herbert Ebner. Begonnen hat alles vor 50 Jahren, als der Tourismus noch in den Kinderschuhen steckte, mit einer kleinen Frühstückspension mit 30 Betten, die sehr bald auf 45 Betten erweitert wurde. Ende der 60er-Jahre wurde aus der Pension Waldhof das Parkhotel Waldhof mit Café, Restaurant und 90 Betten.
Nicht nur Sommerdestination
Nach dem plötzlichen Tod von Mutter Elmtrude übernehmen Herbert und Gaby Ebner den Betrieb und eröffnen das erste Hallenbad. "Wir haben das Hallenbad ohne Föderungen gebaut, weil ?neben dem See, braucht man kein gedecktes Schwimmbad, so die damaligen Touristiker", betont Ebner. Er war und ist ein Pionier in Sachen Sport, Wellness und Freizeitangebote für die Region Fuschlsee. 1992 gab es die erste Wintersaison im Waldhof mit einem sanften Winterkonzept. "Wir haben die ersten Schneetellerwanderungen in der Region angeboten", so Ebner.
Zur Waldhof-Philosophie gehören auch Authentizität, und das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen. "Wir können nicht verlangen, dass der Gast wegen jeder Kleinigkeit die Geldbörse öffnen muss. In der Sommer-Verwöhnpension inkludiert sind geführte Wanderungen, Fahrräder, Tret- und Ruderboote, die sich der Gast einfach nehmen kann sowie ein Drei-Loch-Kurz-Golfplatz", erklärt der Hausherr. Im Winter gibt es einen kostenlosen Transfer nach Faistenau zur 60 km Langlaufloipe, einen Schlittschuhverleih und Schneeschuhwanderungen.
"Mit dem wachsenden Freizeitprogramm mussten wir auch die Bettenkapazität erhöhen. Wir haben derzeit 120 Zimmer, davon 20 Suiten, insgesamt also 220 Betten. Wir sind ein gewinnorientiertes Unternehmen und wollen die Investitionen zur Qualitätsverbesserung aus dem Cash-Flow finanzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, streben wir eine Umsatzrendite zwischen 10 und 15 Prozent (vor Steuern) an", erklärt Ebner.
Auch das Wellnessangebot steht für Authentizität. Sieben hauseigene Masseure und Kosmetiker versuchen sich nicht mit irgendwelchen exotischen Massagepraktiken, sondern laden die Gäste zum Heubad, der "Alpinen Kräuterstempel Massage" oder zum Scharfgarbenbad ein. "Wir arbeiten mit einer Kräuterexpertin aus Kuchl zusammen, und da jeder Mensch auch andere Bedürfnisse in Sachen Wellness hat, entwickelten wir den ?Alpinen Wellnesszirkel im Vitalschlössl. Mit unserer Sportwissenschaftlerin haben wir einen eigenen Wellnesstyp Fragebogen entwickelt, der unsere Gäste in drei Typen einteilt. Wir können so für jeden Gast spezifische Angebote zum Wohlfühlen und Relaxen anbieten", betont Ebner, der Gastfreundschaft auf Augenhöhe praktiziert. Ein Großteil der 75 Mitarbeiter (im Winter um cirka 10 weniger) kommt aus der Region. "Das Land Salzburg verfügt über ausgezeichnete Tourismusschulen, und viele junge Leute gehen auf Saison in die Wintersportorte oder ins Ausland und kommen bestens ausgebildet zurück. Wir bilden derzeit 13 Lehrlinge in Küche, Service und zum Hotelkaufmann aus", so Ebner.
Das 50-jährige Waldhof-Jubiläum hat Familie Ebner mit 220 Stammgästen (Stammgästeanteil liegt bei über 60 Prozent) im Rahmen einer Jubiläumswoche im März gefeiert. "Das Signet des Hauses, ein Vogerl, ist noch ein Relikt aus der Zeit, als das Haus zur Angebotsgruppe Silence-Hotels gehörte. Wir waren 25 Jahre Mitglied, aber der Betrieb hat sich in den letzten Jahren, auch aufgrund der geänderten Gästebedürfnisse und des Freizeitangebotes, in eine andere Richtung entwickelt und daher sind wir aus der Kooperation ausgeschieden", erzählt der Hausherr.
Ebners Waldhof hat 280 Tage im Jahr geöffnet und eine durchschnittliche Auslastung von 80 Prozent. "Dass von Mai bis Juni sowie in der Nachsaison eher ältere Gäste zu uns kommenn, hängt mit der Schulpflicht der Kinder zusammen, aber in den Hauptsaisonen vereinen wir bis zu vier Generationen an einem Tisch", freut sich der Familienmensch Herbert Ebner, dessen Sohn Thomas demnächst in die Geschäftsführung einsteigen wird.
Irene Stelzmüller

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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