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WACHSTUMSSTRATEGIEN FÜR KÄRNTENS TOURISMUS

15.07.2009

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen können mit Motivation und Know-how Erfolge erzielt werden. Das Programm der ÖHV-Landesveranstaltung in Kärnten lockte hundert Hoteliers und Touristiker an.

Publikum bei der ÖHV Landesveranstaltung in Kärnten

Im Rahmen der ÖHV-Landesveranstaltung im neu eröffneten Hotel Lindner Seepark Congress & Spa begrüßte Simone Ronacher, Vorsitzende der ÖHV Kärnten, die interessierten Teilnehmer. "Um unseren Mitarbeitern in wirtschaftlich turbulenten Zeiten einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten, bedarf es großer Anstrengungen. Einerseits gilt es, gezieltes Marketing für unsere Gäste einzusetzen, auf der anderen Seite müssen wir auch nach innen mit unseren Mitarbeitern motivierend kommunizieren." Bei der Preisgestaltung sei besonders sensibel vorzugehen, denn mit dem Preis wird auch das Leistungsniveau kommuniziert. ÖHV-Präsident Sepp Schellhorn wies in diesem Zusammenhang auf den wettbewerbsverzerrenden Schaden für die ganze Branche hin. Wie groß das Interesse an der Arbeit der ÖHV und auch an den informativen Vorträgen war, zeigte die Teilnahme von mehr als 100 Interessierten.

Werbeoffensive für Kärnten durch Kooperationen von Wirtschaft und Politik

Verlief die Wintersaison in Kärnten noch gut, zeigen der Verlauf der darauffolgenden Monate und die Prognose für den Sommer deutliche Rückgänge bei Nächtigungen und Umsatz. Landeshauptmann Gerhard Dörfler unterstrich in seinem Vortrag, dass die Stärken Kärntens nun für den Wettbewerb in den Mittelpunkt gestellt werden müsse. Selbst das Projekt Wörtherseebühne sollte neu aufgestellt werden. Für die Bewerbung des "schönsten Fitness- und Erlebnis-Eldorados der Welt" müssen jedoch auch ausreichend Mittel eingesetzt werden. Die Initiativen der Landesregierung, von einem geplanten "Gästerückholprogramm" aus dem deutschen Markt bis hin zur Gewinnung neuer Gäste aus Osteuropa, wurden von den Unternehmern einhellig begrüßt. Ein gemeinsames Vorgehen von Wirtschaft und Politik im Rahmen eines Koordinationsausschusses wurde von der ÖHV Kärnten bereits vorgeschlagen.

Mit Motivation zu mehr Umsatz

Entgegen den allzu oft praktizierten Preissenkungen zeigte Kurt Steindl, MBA von Gastlichkeit & Co, wie man mit kleinen Tricks und viel Geschick das Wohl des Gastes und zusätzlich den Umsatz steigert. So erwarte der Gast eine gute Beratung und aufrichtiges Interesse an seinen Wünschen. Bereits die erste Anfrage am Telefon sei ein entscheidendes Verkaufgespräch, durch Einfühlungsvermögen kann schon über eine Reservierung entschieden werden.

Prof. DDDr. Clemens Sedmak von der Universität Salzburg ermutigte dazu, die Herausforderungen der Zeit anzunehmen. Er verglich die momentane Wirtschaftslage mit einem Schlechtwettereinbruch bei einer Alpinwanderung: Bei starkem Gegenwind dürfe man auf keinen Fall stehen bleiben, gerade dann bedürfe es großer Anstrengung, um den Gipfel dennoch zu erreichen. Stillstand könne schwere Folgen bis hin zum absoluten Scheitern haben.

Sicherheit für Hoteliers beim Webzugang für Gäste

Die Teilnehmer erfuhren aus erster Hand, welche rechtlichen Aspekte Hoteliers beachten müssen, wenn sie ihren Gästen einen Webzugang zur Verfügung stellen. Rechtsanwalt Dr. Markus Kroner informierte die Hoteliers darüber, dass laut momentaner Rechtslage prinzipiell keine Mithaftung des Hoteliers für Urheberrechtsverletzungen des Gastes besteht.

Die ÖHV vertritt die Interessen von über 1.100 Betrieben der Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4- und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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