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Warum wir so gut sind

14.12.2004

Österreich liegt im Wettbewerbsfähigkeits-Ranking in allen Kategorien auf den ersten 100 Plätzen.

Österreich bietet im Vergleich mit 212 Ländern weltweit seinen Touristen eine sehr gute Infrastruktur. Im aktuellen Ranking der Tourismuswettbewerbsfähigkeit des Welttourismusrates WTTC liegt die Alpenrepublik auf Platz 10.
Auf dem ersten Platz liegt die Mittelmeerinsel Malta, gefolgt von Singapur und den Barbados-Inseln.
Die benachbarte Schweiz liegt auf Platz 7. Bewertet wurden bei der Infrastruktur sanitäre Anlagen, der Zugang zu fließendem Wasser sowie der Ausbau des Straßennetzes.

Top-Bewertungen in allen Kategorien
Auch in allen anderen bewerteten Kategorien findet sich Österreich unter den ersten 100 Ländern. Im Bereich Personalressourcen liegt Österreich auf Platz 17, in der Kategorie Soziales auf Rang 18. In dieser Kategorie wurde gezählt, wie viele kriminelle Taten im Jahr 2003 in den Medien gemeldet worden waren. Auf Rang 1 platzierte sich in dieser Kategorie Norwegen, gefolgt von Japan und Schweden.
Bei der Bewertung, wie stark die Bevölkerung eines Landes vom Tourismus profitiert, liegt Österreich auf Platz 21, im Technologiebereich auf Platz 22. Punkto Offenheit gegenüber internationalem Handel und internationalen Gästen belegt Österreich Platz 52, in der Kategorie Umwelt Rang 57. Am vergleichsweise weitesten hinten liegt die Alpenrepublik mit Platz 92 bei der Bewertung der Preis-Wettbewerbsfähigkeit, führend sind hier Brasilien vor Indien und Äthiopien.

Was sind die Erfolgskriterien?
Österreich liegt aber nicht nur bei der Wettbewerbsstärke an der Spitze. Auch bei der Marktattraktivität – von den Innovationen über die Kooperationsbereitschaft bis zu Förderungen und Qualität der Mitarbeiter – haben wir die Nase vorne.
Was Tourismusfachleute und Praktiker seit einiger Zeit beobachten und offen oder unter vorgehaltener Hand auch kommunizieren, haben die Tourismusberater von Kohl & Partner in einem vereinfachten Ansatz einer Portfolio-Analyse an Hand ganzheitlicher Bewertungskriterien intern analysiert und festgestellt:
Im Alpenraum führt Österreichs Tourismus derzeit sowohl bei Wettbewerbsstärke als auch bei Marktattraktivität.

Österreichs Hoteliers und anderen touristischen Leistungsträgern ist auf einer breiten Basis stärker bewusst, dass Profilierung und Spezialisierung (besonders in Ferienregionen) notwendig ist, um sich am Markt durchzusetzen.
Touristiker reagieren schneller auf Marktveränderungen und sind innovativer. Ein Beispiel: Der Trend zu Wellness wurde in Österreich schneller aufgegriffen und breit umgesetzt.
Die touristischen Unternehmen sind stärker in Kooperations- und Angebotsgruppen organisiert und erreichen damit einen Vorsprung im Erfahrungsaustausch und im Marktauftritt. Sie beschäftigen vorwiegend österreichische Mitarbeiter und investieren mehr in deren Ausbildung.

Die österreichische Tourismusförderung hat den Strukturwandel besser unterstützt bzw. weniger gebremst und schafft nach wie vor zeitgemäße und zielgerichtete Anreize.
Die Tourismuswerbung ist insgesamt lebendiger, mutiger und kreativer, das betriebliche Marketing auf breiter Basis moderner.
Die touristischen Organisationen sind früher in eine Phase der organisatorischen und inhaltlichen Professionalisierung eingetreten.
Österreichs Tourismus bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, besonders in der 4-Sterne-Hotellerie.
Erfolgsfaktoren für eine gute Zukunft des Tourismus
# Pfeilspitzen durch Marktdurchdringung schärfen: Weitere Profilierung und Thematisierung der touristischen Angebote.
# Innovationen als Motor einsetzen: Tradition nicht als Hüterin der Asche, sondern als Hüterin des Feuers.
# Kooperation mit Benchmarketing anreichern: ständiger Vergleich mit den Besten der Branche und das nicht nur bei Umsatz und Kosten.
# Tourismusförderung weiter konzentrieren: Die Innovativsten und Besten unterstützen, den Strukturwandel nicht behindern und nicht sanierbare Betriebe in Würde sterben lassen.
# Branding und Verkauf forcieren: Noch mehr emotionale und suggestive Wirkung durch Branding sowie Konzentration auf Verkauf.
# Destinationsmanagement weiter professionalisieren: größere, schlagkräftigere Marketing-Einheiten und zugleich Informationsdienste und Angebotsentwicklung vor Ort nicht vernachlässigen.
# Mehr Augenmerk auf die Mitarbeiter: Human Ressource Management auf allen Ebenen.
# Vorsicht in der Preispolitik: Kein Preisdumping, Vorteile mit geschicktem Packaging bieten und Preise über Innovationen und Qualitätssteigerung anheben.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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