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Was bedeutet der Lockdown für Ihren Betrieb?

05.11.2020

Wir haben Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Tourismusbranche nach den Auswirkungen des zweiten Lockdowns auf das jeweilige Business gefragt.

Benedikt Komarek, Schani Hotels, Wien

De facto befinden wir uns in der Stadthotellerie in einem Zustand wie im April. Aufgrund der Reisewarnungen unserer Nachbarländer kommen ohnehin kaum Gäste nach Wien, und ein zweiter Lockdown bedeutet, dass auch die inländischen Touristen wegfallen, die zum Shoppen oder wegen der Christkindlmärkte nach Wien gekommen wären.

Benedikt Komarek, Schani Hotels, Wien , by d.nutz

 

Rafaela und Alexander Berger, Johann-Hotel & Gasthaus am Alten Markt, Lauterach

Seit dem Beginn der Reisewarnungen ist Corona wieder deutlich spürbar. Das Restaurant wurde von den lokalen Gästen noch sehr gut angenommen – aber die Zimmer sind praktisch leer und schlagen so ein deutliches Loch in die Planung. „Solange das Gasthaus so gut läuft, bekommen wir das hin …“ ist seit Ende September unsere Motivation und unsere Hoffnung gewesen. Nun trübt die Aussicht auf einen „toten November“ unseren Optimismus. Wir verstehen, dass Aktionen getätigt werden müssen – sind aber davon überzeugt, dass sie an falscher Stelle gesetzt werden.

Rafaela und Alexander Berger, Johann-Hotel & Gasthaus am Alten Markt, Lauterach, by d.nutz
Sonja Wimmer, Hotel The Harmonie Vienna, Wien

Wir hätten mit dem PCR-Test für individuelle Hotelgäste und mit dem Antigen-Schnelltest für Gäste und Seminarkunden ein Angebot, das für einen Lockdown light attraktiv wäre. Unseren Business-Kunden könnten wir eine sichere Möglichkeit für Besprechungen in kleinstem Rahmen anbieten. Wir haben auch auf die angekündigten Weihnachtsmärkte in Wien gehofft. Bei einem erneuten Betretungsverbot bleibt uns keine Wahl, und wir müssen den Betrieb wieder runterfahren. Und warten, bis sich die Krise wieder beruhigt.

Sonja Wimmer, Hotel The Harmonie Vienna, Wien, by d.nutz
Sascha und Marcel Ruhm, DiningRuhm, Wien

Seit dem ersten Lockdown bieten wir zusätzlich Lieferservice an. So konnten wir unsere Stammgäste halten. Wir haben jetzt auch zusätzlich eine Sushi-Bar, die wir während des ersten Lockdowns selbst umgebaut haben. Unsere Mitarbeiter wollen wir auch während des zweiten Lockdowns weiter beschäftigen, eventuell werden wir dann selbst liefern. Beim Lockdown II kommt es auch darauf an, wie lange er dauert: Hoffentlich nicht so lange, dass wir unsere Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken müssen – das ist nämlich ein enormer bürokratischer Aufwand.

Sascha und Marcel Ruhm, DiningRuhm, Wien, by d.nutz
Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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