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WAS TOURISTEN WOLLEN...

13.02.2008

Das Reisen ist für Europäer schon lange eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen: Durchschnittlich verbringt jeder zehn Tage im Jahr damit, neue Destinationen zu entdecken oder auszuspannen. Spanier und Italiener sind mit 13 bzw. 11 Tagen hier die Spitzenreiter. Für Geschäftsreisen werden in der Regel fünf Tage im Jahr aufgewendet.

Wann wird gereist?
Der Sommer ist immer noch eine der Hauptreisezeiten des Jahres. Darüber hinaus hat die Anzahl der Wochenend-Trips stark zugenommen. Dabei deckt die Studie von NH Hoteles ein interessantes Verhalten auf: Mehr als die Hälfte der Niederländer verreist an verlängerten Wochenenden nicht. Im Gegensatz zu den Deutschen und Engländern: Hier sind mehr als 86 Prozent an langen Wochenenden unterwegs. Auch zur Weihnachtszeit sind die Niederländer eher Reisemuffel – nur 26 Prozent der Befragten verreisen in dieser Zeit. Im Vergleich dazu befinden sich 53 Prozent der Italiener und 44 Prozent der Spanier am Jahresende auf Reisen.

Planung ist alles
Reiseplanungen und Reservierungen werden in den einzelnen europäischen Ländern durchaus unterschiedlich vorgenommen: Deutsche, Briten und Italiener entscheiden sich am liebsten selbst - Spanier und Niederländer hingegen treffen ihre Entscheidung bevorzugt gemeinsam mit anderen. Spanier und Italiener sind sich sehr ähnlich, wenn es darum geht, jedes noch so kleine Detail zu planen: Während andere Europäer zwischen acht und neun Stunden damit verbringen, ihren Trip zu organisieren, benötigen diese beiden Nationen dazu 11 bzw.13 Stunden.

Badezimmer oft entscheidend
Für mehr als 80 Prozent der Befragten ist das Badezimmer ein entscheidender Faktor bei der Reservierung eines Hotelzimmers – über 60 Prozent nehmen im Hotelzimmer als Erstes das Bad unter die Lupe. 16 Prozent aller Befragten (und sogar jeder vierte Deutsche, Spanier und Italiener) stecken die hoteleigenen Toilettartikel sogar täglich ein, um möglichst viele davon mit nach Hause nehmen zu können.

Buchung über das Internet immer häufiger
Das Internet ist für Engländer und Niederländer mittlerweile die Informationsquelle Nummer eins bei der Reiseplanung, noch vor den Reisebüros: Mehr als 80 Prozent von ihnen nutzen das Internet. Zusätzlich sind andere Informationskanäle weiterhin extrem wichtig: Die Hälfte der Bevölkerung nutzt Empfehlungen von Freunden, während viele Menschen in Italien und den Niederlanden (47 Prozent) immer noch gerne Reisekataloge wälzen.

Auf die Lage kommt es an
Für fast jeden Touristen ist der Standort des Hotels für eine Reservierung ausschlaggebend. Als weitere Hauptgründe werden die Art des Badezimmers (Dusche oder Wanne) sowie günstige Check-in- und Check-out-Zeiten genannt.

Was europäische Gäste so alles wünschen
Spanier halten ein kleines Detail für sehr wichtig: Sie möchten die Tischlampe gerne mit den Schaltern am Bett ausschalten. Spanier und Italiener sind auch diejenigen, die es am meisten stört, wenn die Fenster keine Jalousien haben.
Für 82 Prozent der Briten und 64 Prozent der Niederländer ist ein Wasserkocher für die Kaffee- und Teezubereitung im Zimmer sehr wichtig. Italiener sind diejenigen, die am häufigsten Wäsche in ihrem Zimmer waschen und im Badezimmer aufhängen (25 Prozent) - ganz im Gegensatz zu allen anderen Europäern. Briten und Spanier legen weniger Wert darauf, dass Badezimmer und Toilette getrennt sind. Für Niederländer ist es nicht so wichtig, wie das Bad ausgestattet ist: Nur wenige würden beispielsweise einen Strommangel im Fön (12 Prozent) bemerken und fragen nur selten
nach Rasierapparaten (fünf Prozent). Im Gegensatz zu den Italienern (31 Prozent) und den Spaniern (27 Prozent) nehmen nur vier Prozent der Niederländer den Bademantel „als Souvenir“ mit.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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