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EU Kommissar Phil Hogan und Max Homolka von der Tourismus- und Stadtmarketing Enns

Was tun gegen Leerstand: Enns macht's vor

24.04.2019

Max Homolka, Geschäftsführer der Tourismus und Stadtmarketing Enns GmbH (TSE) hat vor zwei Jahren das Pop-Up-Store-Konzept "Zeitgeist" entwickelt und in die Ennser Innenstadt gebracht. Nun wurde das Projekt bei den „Rural Inspiration Awards“ in Brüssel unter 180 best practice Projekten beim Public Voting auf Platz eins gewählt.

Beim Projekt Zeitgeist werden Leerstände herangezogen, um Platz für neue Geschäftsideen zu schaffen. Damit haben Mieter die Möglichkeit ihre Idee risikofrei auszutesten und bekommen dabei Unterstützung der Tourismus & Stadtmarketing Enns GmbH im Bereich Marketing, Einrichtung und diversen anderen Bereichen. Damit sollen Leerstände minimiert und die Frequenz sowie der Angebotsmix der Innenstädte erhöht werden. Diese Idee wird auch an andere Städte weitergegeben um einen Wirtschaftskreislauf innerhalb des Projektes zu forcieren. Je mehr Städte sich daran beteiligen, desto größeren Nutzen wird jede einzelne Stadt aus diesem Projekt schöpfen. Erst vor wenigen Wochen startete auch Amstetten mit dem Projekt Zeitgeist. Weitere Städte haben bereits Interesse bekundet und werden folgen.

 Das ausgezeichnete Projekt ist eine hochinteressante Antwort auf die Frage, wie es uns gelingt, unsere Innenstädte lebendig und mit hoher Lebensqualität zu erhalten“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander. „Denn die Innenstädte – in früheren Zeiten Keimzelle und Lebensmittelpunkt eines selbstbewussten Bürgertums – stehen durch die verfügbare Mobilität in einem Wettbewerb mit anderen Gebieten in der Peripherie. Wie sie in diesem Wettbewerb durch innovative Ideen bestehen können, zeigt dieses Projekt.“

Citta-Slow

Max Homolka sagte bei der Auszeichnung: „Diese Auszeichnung bestätigt den Ansatz der cittaslow Enns, ständig neue innovative Konzepte zu entwickeln und diese dann auch mit anderen Städten zu teilen. Wir gehören nun zu jenenStädten, die europaweit als „best practice-Bespiel“ gelten. Auch wenn es noch viel zu tun gibt, können wir sehr stolz sein für Österreich diese Auszeichnung geholt zu haben.“ Und Bürgermeister Franz Stefan Karlinger freut sich natürlich mit: „Ich bin stolz, dass die Stadt Enns mit dem Pop Up Store Konzept wie auch der cittáslow-Bewegung eine Vorreiterrolle eingenommen hat und sehe den Preis als große Motivation, in dieser Richtung weiterhin aktiv zu sein.“

Zur internationalen Cittyslow-Bewegung gehören drei Städte in Österreich: Horn, Enns und Hartberg. International haben sich 252 Städte in aller Welt der Bewegung angeschlossen, die wie Slow Food ihren Urpösumng in Italien hat: 1999 wurde sie vom Bürgermeister von Greve in der Toskana gegründet 8und vergleichbar mit den Slow Food Villages, von denen es seit kurzem einige in Kärnten gibt.

 

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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