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„Weg mit Bremsern!“

21.04.2011

ÖHV drängt auf Ausbildungspflicht. Eine Ausbildungspflicht für Jugendliche und „weg mit den Bremsern in der Bildungspolitik" forderte die Österreichische Hoteliervereinigung (ÖHV) vergangene Woche bei einer Pressekonferenz in Wien.

Fordern bessere Ausbildung (v. l.): Sepp Schellhorn (ÖHV-Präsident), Dragan Paun (Lehrling im Flemings Deluxe, Wien), Hannes Androsch (Mitinitiator des Bildungsvolksbegehrens) und Peter Peer (ÖHV-Präsident)

Damit befürworten die ÖHV-Präsidenten Peter Peer und Sepp Schellhorn nicht nur den Vorschlag von Sozialminister Rudolf Hundstorfer, eine Ausbildungspflicht bis 18 einzuführen, sondern stellen sich in weiterer Folge hinter den Industriellen Hannes Androsch und dessen Bildungsinitiative. In einer Aussendung rufen sie „Unternehmer und Mitarbeiter im Tourismus zum Unterschreiben des Bildungsvolksbegehrens auf", das im September durchgeführt werden soll. Androsch betonte, dass es „gerade in einem Tourismusland wie Österreich" fatal sei, „wenn junge Menschen am Ende ihrer Schullaufbahn nicht fehlerfrei Kopfrechnen und keinen Satz fehlerfrei schreiben können, von Fremdsprachenkenntnissen ganz zu schweigen". Auch Peer sieht den Grund für das Zurückfallen Österreichs in einem aktuellen Ranking des Weltwirtschaftsforums in den „negativen Werten für Arbeitsmarkt und Bildung".


„Defizite bei Pflichtschulen"

Vor allem in der Lehrlingsausbildung sieht Schellhorn Verbesserungspotenzial. So kosten „Defizite im Pflichtschulbereich Tausende Talente", obwohl „der Bedarf an Mitarbeitern steigt, die Anforderungen an Fachkräfte auch". Allein im Tourismus seien 1.500 Lehrstellen zu besetzen. Um die „Zukunft der Lehre zu sichern", müsse man den Ruf von Lehrberufen verbessern, aber auch „das Niveau in der Pflichtschulausbildung heben, damit wir hier niemanden verlieren, den wir gut brauchen können", so Peer. Vor allem den „stark unterdurchschnittlichen Anteil von Lehrlingen mit Migrationshintergrund" hob Schellhorn hervor. „Hier besteht großer Aufholbedarf in der individuellen Förderung."

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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