Direkt zum Inhalt

Weingut Wieninger Wien

07.12.2004

Nach den sehr warmen und trockenen letzten Sommern war das Wetter heuer wieder „österreichischer“. Längere Regenperioden und weniger heiße Sonnentage – ein Jahr, in dem sich die Rebstöcke vom Hitzestress der vergangenen Jahre gut erholen konnten.

Trotz des langen Winters und des spät einsetzenden Frühlings war der Austrieb wie üblich im April, und die Blüte Mitte Juni. Der Juli war durch eine sehr gute Wasserversorgung und etwas gedämpftere Temperaturen geprägt. Ab August erlebten wir einen warmen sonnigen Bilderbuchsommer, der bis Mitte September anhielt und von einer regenreicheren aber gottseidank kühlen Periode abgelöst wurde. Die Reife wurde dadurch etwas verzögert, was es nötig machte, auch die Lese etwas nach hinten zu verschieben

Mit der Traubenernte begannen wir in der ersten Oktoberwoche und zwar für unseren Jungwein Sophie, für Wieninger blend, Chardonnay Classic, Pinot Noir und den Heurigenweißwein. Die Trauben hatten alle Attribute für einen typisch österreichischen Weißwein mit genügend Extrakt- und Zuckerwerten und einer saftigen harmonischen Säure. Die Blauburgundertrauben waren voll ausgereift, ein perfektes Jahr für diese Rebsorte, deren Weine sich sehr typisch, feingliedrig und komplex zeigen werden.

In der zweiten Oktoberwoche begann etwas versetzt die Hauptlese für den Gelben Muskateller, den Grünen Veltliner leicht und trocken, den Zweigelt und einen ersten Durchgang unseres Gemischten Satzes Nußberg Alte Reben. Eine Woche später war es Zeit für die Trauben des Chardonnay Select, einem weiteren Teil Nußberg Alte Reben und dem Merlot aus der Ried Jungenberg, der sich außergewöhnlich reif und gesund zeigte.
Ende Oktober wurden der letzte Teil des Gemischten Satzes eingebracht, der Chardonnay Grand Select und der Cabernet Sauvignon, zu dem zu sagen ist, dass auch hier die Qualität für dieses nicht einfache Weinjahr überraschend gut ist.

Alle Rieslinge (Riedencuvée, Jungenberg und Nußberg) und der Traminer vom Nußberg wurden in der zweiten Novemberwoche eingebracht, noch am Stock sind Chardonnay-Trauben für einen Süßwein. Die bereits sehr kühlen Temperaturen tun Riesling und Traminer sehr gut und geben ihnen die feinstrukturierten Noten, die diese Rebsorten so besonders machen.

Insgesamt ist zum Jahrgang 2004 zu sagen, dass es sich bei uns um einen hervorragenden Weißweinjahrgang handelt. Die Weine werden sehr typisch österreichisch werden mit hoher aber keinesfalls spitzer Säure, feinzieseliert, fruchtbetont, süffig und sortentypisch. Bei den Rotweinen haben wir zum Teil sehr gute Qualitäten für die Wiener Trilogie (Zweigelt, Merlot und Cabernet Sauvignon), für Pinot Noir und für unseren Danubis, für den dieses Jahr nur die besten Fässer des Cabernet Sauvignon herangezogen werden, um dem Attribut Grand Select gerecht zu werden.

Stammersdorfer Straße 80, 1210 Wien
T: +43-1 29010120, F: +43-1 29010123
E: weingut@wieninger.at, www.wieninger.at

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Trotzt der Krise. Das umgebaute Grazer Operncafé.
Cafe
15.10.2020

Corona hat die Gastronomie hart getroffen. Wir haben uns bei Kaffeehäusern, Coffeeshops und Kaffeeröstern umgehört, wie es ihnen geht

Mehr Direktbuchungen? Die Gäste sollen überzeugt werden.
Hotellerie
14.10.2020

In der Krise wenden sich einige Hotels von der engen Kooperation mit booking.com und Co ab. Die Hotrec lässt darum ihre Direktbuchungs-Kampagne wieder aufleben und bietet Hotels (teils gratis) ...

Für die Teilnahme am Silent Tasting der Österreichischen Sektgala 2020 ist die Reservierung eines Zeitfensters erforderlich.
Gastronomie
12.10.2020

Erstmals gibt es die Gelegenheit, alle drei Kategorien der österreichischen Sektpyramide für sich strukturiert zu verkosten. Der Eintritt ist für Fachbesucher frei!

Ein Gutschein zum Skifahren? Das ist der Plan der Tiroler AK.
Hotellerie
09.10.2020

Die Idee, einen Urlaubsgutschein an alle Österreicher zu verteilen, um die Branche zu unterstützen, ist nict neu. Nun kommt sie vom Tiroler AK-Chef  Erwin Zangerl

Tourismus
08.10.2020

Die Sorgenfalten aller Touristiker werden täglich tiefer. Aber noch ist nicht alles verloren. Es gibt genug gute Ideen, wie es trotz „stabil hoher“ Infektionszahlen mit einem Wintertourismus ...

Werbung