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Weitere Rückgänge in Wien

19.08.2009

Mit 969.000 Gästenächtigungen liegt Wiens touristisches Juli-Ergebnis heuer um 4,6 Prozent unter dem vorjährigen. Von Jänner bis Juli wurden insgesamt 5.243.000 Nächtigungen erzielt, was ein Minus von 6,6 Prozent zum Vergleichswert des Vorjahres bedeutet. Die Wiener Hotellerie verzeichnete von Jänner bis Juni 187,7 Mio. Euro an Netto-Nächtigungsumsatz und damit einen Rückgang von 20,1 Prozent.

In Wien sind die Nächtigungszahlen weiterhin rückläufig, ausgenommen ist nur das Luxussegment

Von Wiens Hauptmärkten legten bei den Juli-Nächtigungen Österreich, Frankreich und die Schweiz zu. Mit einem Plus von 18,4 Prozent gab aus den USA eine besonders hohe Steigerung, die aber keineswegs eine Trendwende in diesem Markt signalisiert, sondern auf eine US-Firmenveranstaltung mit rund 20.000 Nächtigungen zurückzuführen ist. Rückläufig sind die Zahlen aus Deutschland, Italien, Großbritannien, Spanien, Russland und Rumänien.

Nur die Luxus-Kategorie blieb verschont

Der Rückgang der Juli-Nächtigungen schlug in allen Hotelkategorien mit Ausnahme der Luxushäuser durch. Die erhobene durchschnittliche Bettenauslastung belief sich auf 56,8 Prozent (7/08: 61,2 Prozent); die Auslastung der Hotelzimmer verringerte sich im Juli auf rund 71 Prozent (7/2008: rund 76 Prozent). Wiens Beherbergungskapazität erweiterte sich von Juli 2008 auf Juli 2009 um 1.400 Betten (+ 2,9 Prozent). In den ersten sieben Monaten 2009 verzeichnete Wien mit insgesamt 5.243.000 Nächtigungen ein Minus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008. Die durchschnittliche Auslastung der Hotelbetten von Jänner bis Juli betrug 47,2 Prozent (1 - 7/2008: 53,7 Prozent). Die Hotelzimmer waren in diesen Monaten durchschnittlich zu rund 59 Prozent ausgelastet (1 - 7/2008: 67 Prozent).

Große Einbrüche bei den Umsätzen

Nunmehr liegen auch die Zahlen für den Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Hotellerie im heurigen Juni vor. Nachdem der Vergleichsmonat 2008 dank der Fußball-EM der umsatzstärkste Monat in Wiens Tourismusgeschichte (60,6 Mio. Euro, + 41,3 Prozent gegenüber Juni 2007) war, ist der Rückgang erwartungsgemäß hoch, nämlich - 36,1 Prozent. Dies wirkt sich auch im Netto-Nächtigungsumsatz der Wiener Beherbergungsbetriebe im ersten Halbjahr 2009 aus: Mit 187.678.000 Euro liegt er um 20,1 Prozent unter dem Vergleichswert 2008.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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