Direkt zum Inhalt
Die Großglockner Hochalpenstraße auf 2576 Höhenmetern

Weltkulturerbe Großglockner Hochalpenstraße: Es könnte klappen

06.04.2018

Während andernorts nicht unbedingt so großer Wert auf den Status als Weltkulturerbe gelegt wird, bemüht man sich rund um die Großglockner Hochalpenstraße um eine ebensolche Anerkennung. Ein "Completeness-Check" der Bewerbungsunterlagen (u.a. 600 Seiten Dossier!) wurde jetzt von der UNESCO positiv beschieden. Jetzt wird vor Ort geprüft und im Frühjahr 2019 könnte die Anerkennung erfolgen

Fuscher Lacke an der Großglockner Hochalpenstraße
Bei der Übergabe des Bewerbungsdossiers: (v.l.n.r.:) UNESCO-Botschafter Harald Stranzl, Landeshauptmann Wilfried Haslauer (Salzburg), Mechtild Rössler (Direktorin UNESCO-Welterbezentrum, Paris) und Landeshauptmann Peter Kaiser (Kärnten)

Ihre verkehrstechnische Bedeutung hat die zwischen 1930-35 gebaute 50 km lange Passstraße längst verloren. Heute ist sie eine touristische Topattraktion. Im Sommer befahren durchschnittlich 270.000 Fahrzeuge die spektakuläre Straße zwischen Kärnten und Salzburg durch den Nationalpark Hohe Tauern und das Naturschutzgebiet Zentralalpen. Bei Tagesticketpreisen von 26 Euro für ein Motorrad und 36 Euro für ein Pkw für die Großglockner Hochalpenstraßen AG ein gutes Geschäft. Das ein Status als Weltkulturerbe vermutlich weiter befeuern könnte.

Nachhaltiger Tourismus

Die Großglocknerstraße gilt als Musterbeispiel für einen nachhaltigen Tourismus, der ökonomische und ökologische Interessen vereint: die des Naturschutzes, der Anliegergemeinden, des Betreibers und der Alpenvereine. Schließlich erschließt sie ja auch Österreichs höchsten Berg.

Gesamtkunstwerk

Der zuständige Kulturminister Gernot Blümel: „Mit der Eintragung der Semmeringbahn in die Welterbeliste wurde 1998 die weltweit erste Bahnlinie zum Weltkulturerbe erklärt. Wir hoffen, dass mit der Großglockner Hochalpenstraße nun ein weiteres wichtiges Verkehrs-Denkmal nach dem nationalen Denkmalschutz auch die Auszeichnung und den Schutz der Welterbe-Gemeinschaft erlangen wird.“

Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der betreibergesellschaft ist, sagte: „So wie der renommierte Architekt und Architekturkritiker Prof. Friedrich Achleitner festhält, ist die Großglockner Hochalpenstraße ein technisches und architektonisches Gesamtwerk ganz besonderer Art. Ich bin mir sicher, dass die Bestätigungen von Seiten der Fachwelt, aber auch der über 65 Millionen Besucher, die die Großglockner Hochalpenstraße bislang erfahren haben, positiv verläuft.“

Den weiteren Prozess bis zur Anerkennung verantwortet jetzt im Auftrag der UNESCO die ICOMOS International. EIne Evaluierung auch vor Ort soll noch im Sommer 2018 erfolgen. Aus den verschiedenen Evaluierungsberichten verfasst ICOMOS International im Frühjahr 2019 eine Empfehlung für die Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
Werbung

Weiterführende Themen

Vorstandsmitglied Elisabeth Rogl setzt in ihrem Gasthof Glocknerblick in Kals auf regionale Kulinarik.
Hotellerie
08.01.2020

Ein Gruppe Osttiroler Vermieter will einen dezidiert ganzheitlichen, sanften Urlaub im Nationalpark Hohe Tauern anbieten. Der Weg dorthin war durchaus holprig.

Gastronomie
18.12.2019

Im Rahmen der diesjährigen klimaaktiv-Fachtagung „Energieeffizienz in Industrie und Gewerbe“ wurde die SalzburgMilch für ihr außerordentliches Engagement in Sachen Energieeffizienz erneut mit dem ...

Martin Rohla, Juror in "2 Minuten 2 Millionen" (PulsTV), Unternehmer, Gastronom.
Gastronomie
11.12.2019

Martin Rohla ist ein echter Macher – mit vielen ungewöhnlichen Ideen. Der heuer von Ernst & Young preisgekrönte „Social Entrepeneur“ ist über seine Goodshares GmbH an mehr als 25 Unternehmen ...

Das sozial engagierte Neunerhaus Café trägt stolz das „Natürlich gut essen“-Siegel in Silber.
Gastronomie
24.10.2019

Wien bietet Gastronomen, die auf Bio, Tierwohl und Herkunft Wert legen, das Gütesiegel „Natürlich gut essen“. 19 Betriebe wurden bereits ausgezeichnet.

Gasteiner Mineralwasser-Geschäftsführer Walter Scherb und Peter Rupitsch, Direktor des Vereins der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern, bei der Übergabe des Spendenschecks für das Artenschutzprojekt Urforelle
Industrie
21.10.2019

1929 wurde das Unternehmen „Gasteiner Tafelwasser“ im Ski- und Kurort Bad Gastein gegründet. 90 Jahre später luden Gasteiner Mineralwasser-Geschäftsführer Walter Scherb und Peter Rupitsch, ...

Werbung