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Weltmeisterschaft als Profilschärfung

05.09.2018

Mit der Rad- und Kletter-WM finden im September gleich zwei Sportgroßveranstaltungen statt. Können sich Touristiker frischen Umsatz erhoffen? 

 

Was bringen eigentlich Sportgroßveranstaltungen außer Kosten für die Organisation? So ganz genau kann man das nicht sagen, da es natürlich um langfristige Wirkungen geht. Manche Prognosen sprechen von einem rund zehn Jahre andauernden Werbeeffekt. Karin Seiler-Lall, Direktorin von Innsbruck Tourismus, zeigt sich vom nachhaltigen Effekt überzeugt: „Wir nutzen die WM, um Innsbrucks Profil als alpin-urbane Sportstadt der Alpen weiter zu schärfen. Die TV-Bilder werden in rund 150 Ländern empfangen.“ 

Zahlen aus Bergen

Und was bringt es kurzfristig? Eine vom Wirtschaftsprüfungsinstitut Ernst & Young durchgeführte Studie errechnete für die letztjährige Straßenrad-WM im norwegischen Bergen eine Wertschöpfung von mehr als 25 Millionen Euro. Die Prognosen gehen davon aus, dass dieser Wert auch in Tirol erreicht wird. Die Straßen-WM findet von 22. bis 30. September statt. Ein Argument ist auch die Nachnutzung der Wettkampfinfrastruktur. Was in Sachen Rad-WM vom Effekt her eher gering ist. Allerdings bietet eine WM einen Input, um diverse Infrastruktur zu schaffen. 80 km Radwege wurden von den Gemeinden und Tourismusverbänden mit Unterstützung des Landes bereits saniert, neu angelegt bzw. sind im Bau – weitere 155 km befinden sich in Planung.

Für die Kletter-WM, die von 6. bis 16. September stattfindet, werden 750 Athleten aus 70 Nationen zu Gast sein. Rund 40.000 Zuschauer werden live dabei sein, so weit die Prognosen. Die Bewerbe werden an zwei Sportstätten in Innsbruck ausgetragen: im brandneuen Kletterzentrum Innsbruck und in der großveranstaltungserprobten Olympiaworld Innsbruck.

Schon im Vorfeld der WM sind bereits rund 5.000 Nächtigungen durch Trainingslager erfolgt.

Autor/in:
Daniel Nutz
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