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Weltweiter Kaffeeverbrauch steigt

05.05.2006

2005 wurden 117 Millionen Sack Rohkaffee verbraucht – Steigerung um 22 Prozent in den letzten 10 Jahren - weiterhin hohes Preisniveau für Rohkaffee – neue Kaffeevariationen beleben den Markt.

Der weltweite Verbrauch an Rohkaffee stieg 2005 nach aktuellen Schätzungen der International Coffee Organization auf 117 Millionen Sack (á 60 kg) nach 113 Millionen Sack im Jahr 2004. Damit setzte sich das kontinuierliche Wachstum des Kaffeeverbrauches auch 2005 fort: Verglichen mit 1995 wurde im vergangenen Jahr weltweit um 22 Prozent mehr Kaffee konsumiert. Künftig wird besonders mit einem steigenden Verbauch in Asien zu rechnen sein. Mag. Gerald Steger, Geschäftsführer des größten heimischen Kaffeeautomaten-Betreibers café+co: „Auch in den Industrieländern boomt der älteste Energy-Drink der Welt. Hier sind es vor allem neue, moderne Kaffeetypen wie Latte Macchiato oder aromatisierte Kaffees, die neue Verbraucherschichten ansprechen.“

Nummer zwei der Welthandelsprodukte
Das Gesamt-Handelsvolumen von Kaffee betrug in den vergangenen zehn Jahren jährlich zwischen fünf und 14 Milliarden US-Dollar. Damit nimmt Kaffee in der Rangliste der weltweit gehandelten Rohstoffe hinter Erdöl den zweiten Platz ein.
Im Gegensatz zur stetig steigenden Nachfrage gingen die Erntemengen 2005 witterungsbedingt um 5,4 Prozent auf 106,6 Millionen Sack zurück (nach 112,7 Millionen Sack 2004). Für das laufende Erntejahr 2006/07 rechnet die International Coffee Organization mit einer Gesamtproduktion von ca. 120 Millionen Sack. Geht man davon aus, dass der Kaffeeverbrauch in gleichem Ausmaß steigen wird wie im Vorjahr, so würde die erwartete Produktionsmenge von 120 Millionen Sack knapp unter dem zu erwarteten Verbrauch von 121 Millionen Sack liegen. „Es ist daher davon auszugehen, dass das hohe Preisniveau bei Rohkaffee sich in den nächsten Monaten fortsetzen wird. Hinzu kommen die höheren Energiekosten für die Röstung.“ prognostiziert Gerald Steger.

Im April 2006 betrug der Durchschnittspreis* für Rohkaffee an den internationalen Rohstoffbörsen 94,20 US-Doller je Pfund. Er lag damit um 5,4 Prozent über dem Jahresschnitt für 2005 von 89,36 US-Doller je Pfund. Als zusätzliche Preistreiber bei den Endverbraucherpreisen für Kaffee wirken die steigenden Energiekosten, die Verpackung und Transport verteuern.
Österreich bei Pro-Kopf-Verbrauch führend
Für den Österreichischen Kaffeemarkt sind nur Daten aus dem Jahr 2004 erhältlich. Nach Angaben des Österreichischen Kaffee- und Teeverbandes stieg das inländische Absatzvolumen 2004 um 3,7 Prozent auf 49.000 Tonnen Röstkaffee und 2.300 Tonnen löslichen Bohnenkaffee. Umgerechnet auf Rohkaffee-Basis bedeutet dies einen Pro-Kopf-Verbrauch von 8,1 kg. Damit liegt Österreich unverändert im europäischen Spitzenfeld. Nur in den skandinavischen Länder, wie z.B. in Finnland, Norwegen oder Dänemark, wird noch mehr Kaffee getrunken als hierzulande.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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