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Wer ist J. Frank?

13.12.2018

Das Johann Frank in der Wiener Innenstadt stellt sich als All-in-Anbieter auf – mit Frühstück, Dinner bis zu Cocktailbar und Nachtclub. Haubenkoch Daniel Hoffmeister verantwortet die Küche.

 

Zur Person

Küchenchef Daniel Hoffmeister wurde 1978 in Salzburg geboren und startete seine Karriere 1997 im Restaurant „Goldener Hirsch“. Es folgten Stationen im „Restaurant Obauer“ (Commis de Cuisine) sowie als Chef de Partie im Chateau de Sureau in den Vereinigten Staaten, Do&Co Haas-Haus, Restaurant „Purzelbaum“ und Restaurant „Ikarus“ im Hangar-7. 2004 kehrte er als Souschef zu Do&Co Albertina zurück, wo er zwei Jahre lang kochte, bevor er 2007 in gleicher Position in das „Gaumenspiel“ wechselte. Als Küchenchef war er unter anderem im Restaurant „Hollmann“ und „Limes“ tätig. Von 2011 bis 2014 kochte er im „Motto am Fluss“ als Executive Souschef. 2014 wechselte er als Küchenchef in das Grand Hotel Wien und ein Jahr später in gleicher Position in das „Artner am Franziskanerplatz“. Vor seinem Engagement im „Johann Frank“ kochte Hoffmeister seit 2016 in der Stadtkäserei „Lingenhel“. 2008 erkochte er seine erste Haube im Restaurant „Hollmann“.

Wer ist eigentlich Johann Frank? Gar nicht so einfach, auf diese Frage eine Antwort zu bekommen. Selbst im gleichnamigen, eben frisch eröffneten Wiener Innenstadtlokal weiß der Kellner nichts über den Namenspatron. Erst ein Plausch mit dem Eigentümer, dem Wiener Gastro-Unternehmer Joshi Ercin, bringt Licht ins Dunkel. Nicht ein ehemaliger Fußballer von Austria Wien ist gemeint, sondern ein evangelischer Liedermacher aus dem 17. Jahrhundert. 

Mehr als Namensgeber ist Johann Frank aber auch nicht. Klingt irgendwie cool. So will das Lokal am Neuen Markt in der Wiener Innenstadt – früher war das Restaurant Medusa hier untergebracht – auch rüberkommen. Auf 800 m² und drei Etagen nähert man sich dem Konzept eines All-in-One-Anbieters an. Sprich, Fine Dining, Cocktailbar und Club in einem. Diesen Trend kennt man aus Nordamerika oder anderen europäischen Großstädten, in Wien sei die Idee aber noch wenig verbreitet, meint der Eigentümer, der in Wien mehrere Lokale betreibt. 

Haubenkoch als Chef 

Als Küchenchef werkt Daniel Hoffmeister. Der Haubenkoch mit internationaler Vita (Chef de Partie im Chateau de Sureau in den Vereinigten Staaten) kochte in Wien bereits im Grand Hotel Wien und war Chefkoch im Artner am Franziskanerplatz. Die ÖGZ war zur Pre-Eröffnung vor Ort und kostete Burrata, Beef Tartar mit confiertem Eidotter und Trüffelschaum und eine Hendlbrust mit Purple-Haze-Karotte (!). Geschmacklich variantenreich bis extravagant, so ein bisschen schmeckt man den Rock-’n’-Roll-Pathos im nach dem frommen Sängerknaben benannten Lokal durch. Gut so! Preislich bewegt man sich im gehobenen Mittelfeld – was der Lage mit vielen Touristen entsprechend nachvollziehbar erscheint. 

Lokal-Interieurs sind ja immer eine gewisse Geschmackssache und jeweils von der Zielgruppe abhängig. Insofern ist es auch nachvollziehbar, dass Restaurant- und Barbereich durchaus eigene Konzepte verfolgen. Trotzdem, die blau-rote Lichtinstallation, die den Barbereich einhüllt und ihm einen Hauch von Vorstadtdisko verleiht, war uns eine Spur zu gewagt. Aber: Geschmäcker sind verschieden!

Und vielleicht will man damit auch nur unterstreichen, dass man im All-in-One-Konzept für alle Zielgruppen offen ist. Der Margarita war jedenfalls solide. Von der Bar aus können Nachtschwärmer im Souterrain noch in die Clubszene eintauchen. Heiße Hip-Hop- und R-’n’-B-Beats von DJ Cream-T, DJ El Amin und DJ Reza sollen im „Johann F…!“ aufgelegt werden. Aus Zeitgründen konnte sich die ÖGZ davon kein Bild machen. Auch auf die Frage, wofür denn jetzt das „F…“ stehe, bekamen wir keine Antwort. 

Autor/in:
Daniel Nutz
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