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Wer will, soll offenhalten

29.06.2011

Wien. Die ÖHV ist für die Sonntagsöffnung, da überall dort, wo die Sonntagsöffnung erlaubt ist, sowohl der Handel als auch der Tourismus profitieren. Alleine in Wien könnten dadurch über 300.000 Nächtigungen lukriert werden.

„Shopping gehört heute zum Urlaub dazu. Das geltende Recht entspricht einer Realität aus einem vergangenen Jahrhundert“, hält Peter Peer, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), zur Diskussion um das Ladenöffnungszeitengesetz fest. Ungeachtet des erwarteten Spruchs des Verfassungsgerichtshofs verweist er auf die wirtschaftlichen Auswirkungen politischer Entscheidungen: 63 % der Wien-Gäste wollen sonntags einkaufen, so eine Gallup-Umfrage im Auftrag der ÖHV. Umgerechnet auf die Zahl der Wien-Besucher sind das 2,8 Mio. Kunden, die Geld ausgeben wollen. 47 % hätten mehr eingekauft – umgerechnet 2 Mio. Gäste. Der Tourismus würde von zusätzlichen Nächtigungen profitieren: „Jeder fünfte Befragte wäre eine Nacht länger geblieben. Wenn wir nur die Gäste herausrechnen, die tatsächlich einen Sonntag an den Aufenthalt anhängen könnten, wären das 325.000 Nächtigungen mehr“, erklärt Peer.

 

Angebot wird überall angenommen

Das Argument, dass die Wiener Händler auf zusätzliche Umsätze verzichten wollen, führen Tausende Kollegen in ganz Österreich Wochenende für Wochenende ad absurdum: „Wo sonntags geöffnet werden darf, wird sonntags auch geöffnet. Das ist in ganz Österreich so. Da unterscheiden sich unsere Händler nicht von denen im Rest der Welt – wohl auch nicht die in Wien“, so Peer. „Freiwillig wird ein Händler immer zusperren dürfen. Aber man soll ihn nicht dazu zwingen – schon gar nicht mit dem Argument, dass er das ohnehin will! Wer offenhalten will, soll offenhalten dürfen“, fordert er die Möglichkeit dazu an sechs bis acht Sonntagen im Jahr.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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