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Wettbewerb der Extraklasse

20.05.2005

Uncle Ben’s® und Gault Millau luden erstmals vier junge Köche zum Finale des Newcomer des Jahres. In einem hochkarätigen Finale konnte sich schließlich Thomas Göls (Meinl am Graben) durchsetzen.

Der „Aufstieg“ von Walter Eselböck in die elitäre Liga der 4-Hauben-Köche hatte auch für den „Newcomer des Jahres“, der seit 1998 von Gault Millau und Uncle Ben’s® veranstaltet wird, Folgen. Da jeder 4-Hauben-Koch einen Finalisten ermittelt, konnten sich heuer erstmals vier (von 50 Teilnehmern) fürs Finale qualifizieren.
Im gediegenen Rahmen des „Le Ciel“ im Wiener Grand Hotel präsentierten Manuela Najdoski (nominiert von Helmut Österreicher), Christian Marent (Johanna Maier), Oliver Wiegand (Walter Eselböck) und Thomas Göls (Karl und Rudi Obauer) ein dreigängiges Menü, das von den Juroren parallel verkostet und bewertet wurde.
Das Motto lautete „Österreichische Küche – regional und zeitgemäß zubereitet“. Die thematische Vorgabe der Vorspeise lautete Saibling, beim Hauptgang Filet vom Almochsen und beim Desert Valrhona Gunaja Schokolade. Den Warenkorb, der zwecks Chancengleichheit allen Köchen vorgeben war, hat Walter Eselböck zusammen gestellt.
Als Juroren fungierten ausgezeichnete Feinschmecker, Fach-journalisten und ehemalige Newcomer des Jahres: Dieter Kranzl (1998), Thorsten Probost (1999), Christian Winkler (2002) und Vorjahressieger Tommy R. Möbius ließen es sich nicht nehmen, bei der Wahl des Newcomers 2005 mitzustimmen.
„Mit dieser Veranstaltung wollen wir jungen Talenten einen Ansporn geben, über sich hinaus zu wachsen und einem breiten Publikum zu zeigen, was in ihnen steckt“, erläutert Dr. Ingrid Kauper-Petschnikar, wieso sich Uncle Ben’s® für den Newcomer des Jahres engagiert.

Die Verwendung von Uncle Ben’s® Reis oder Ebly Zartweizen ist bei der Menügestaltung fürs Finale allerdings nicht Pflicht. „Sowohl beim Newcomer wie auch im normalen Restaurant-Betrieb wollen wir, dass die Köche unsere Produkte verwenden, weil sie von ihnen qualitativ überzeugt sind, und nicht weil ihnen das irgend jemand vorschreibt“, erklärt Josef Wuschnig, der als Foodservice Officer bei Masterfoods Austria für die heimische Gastronomie verantwortlich ist.

Wenngleich alle vier Finalisten für exquisite Gaumenfreuden sorgten, konnte sich der von Karl und Rudi Obauer nominierte Thomas Göls schlussendlich doch klar durchsetzen.

Dr. Ingrid Kauper-Petschnikar (Uncle Ben’s), Noch-Gault Millau-Herausgeber und Chefredakteur Michael Reinartz sowie seine Nachfolger Karl und Martina Hohenlohe (Herausgeber bzw. Chefredakteurin) verliehen die begehrten Urkunden und Preise.
Auch wir gratulieren dem frisch gebackenen Newcomer herzlich!

Ein echter Wiener mit Hang zu Frankreichs besten Häusern
Thomas Göls, Gault-Millau Newcomer 2005, im ÖGZ-Interview mit Wolfgang Schedelberger

ÖGZ: Wie wichtig ist der Erfolg im Finale des Newcomers für Ihre weitere Karriere?
Göls: Das kann ich natürlich noch nicht abschätzen. Doch meine Coaches Karl und Rudi Obauer haben sehr darauf gedrängt, dass ich mich wirklich professionell vorbereite. Wenn man bei so einen Bewerb bis ins Finale kommt, will man ihn natürlich auch gewinnen. Dass ich das geschafft habe, macht mich stolz, weil ja alle Finalisten ausgezeichnete Köche sind. Auch im Lebenslauf macht sich so eine Auszeichnung sicher ganz gut.
ÖGZ: Gab es ein kulinarisches Schlüsselerlebnis, das Ihnen in Erinnerung geblieben ist?
Göls: Ich wollte immer in guten Betrieben arbeiten, was ich ja – auch durch Glück – von Anfang an gemacht habe. Gutes Essen hat mich immer schon interessiert, doch als ich während meiner Zeit im Novelli einmal beim Hans Haas im Münchner Tantris war, wusste ich, so will ich auch einmal kochen können.
ÖGZ: Sie gingen dann aber nicht nach München, sondern zu den Obauers nach Werfen.
Göls: Worüber ich rückblickend sehr froh bin, weil ich dort wirklich viel gelernt habe. Es ist ja auch nicht so, dass man sich als junger Koch seinen Arbeitsplatz beliebig aussuchen kann. Nach dem Novelli wollte ich in ein absolutes Spitzenrestaurant. Dafür habe ich die örtliche Trennung von meiner Freundin in Kauf genommen und bin nach Werfen gegangen. In dieser Zeit war ich auch immer wieder in Frankreich, weil mich diese Küche echt begeistert. Zwei Wochen lang durfte ich auch bei den Haeberlins kochen.
ÖGZ: Waren es dann private Gründe, wieso Sie wieder nach Wien gekommen sind?
Göls: Ja, wobei in dieser Phase des Berufslebens eineinhalb Jahre Station gerade richtig sind. Ich wollte zuerst zu Christian Petz im Meinl am Graben doch er hatte damals keine freie Stelle für mich. Doch das Schicksal wollte es, dass Petz mit seinem Team dann ins Coburg wechselte und ich drei Monate später doch noch im Meinl gelandet bin. Es gibt eben glückliche Zufälle.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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