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Wien: 4,2 Millionen Nächtigungen von Jänner bis Juni 2007

02.08.2007

Nach vier Rekordjahren, von denen das letzte den stärksten Nächtigungsumsatz brachte, verzeichnete Wien heuer von Jänner bis Juni 4,2 Millionen Nächtigungen, was ein Minus von 0,4 % gegenüber dem Vergleichswert 2006 bedeutet.

Der Umsatz der Hotellerie liegt von Jänner bis Mai vor und ist in diesem Zeitraum um 5,9 % auf 151,9 Millionen Euro gestiegen. Laut Wolfgang J. Kraus, dem interimistischen Geschäftsführer des WienTourismus, "Alles in allem ein durchaus erfreuliches Ergebnis: Es erinnert uns einerseits daran, dass es nicht immer nur bergauf geht, andererseits zeigt uns die Geringfügigkeit des Rückgangs, dass der von uns eingeschlagene Weg ein guter ist, und spornt uns an, ihn konsequent weiterzuverfolgen."

Kraus verweist auf die erfolgreiche Strategie des WienTourismus: "Unsere Halbjahres-Bilanz macht deutlich, wie sehr der Städtetourismus von Faktoren abhängig ist, die die jeweilige Destination nicht oder nur sehr beschränkt beeinflussen kann - etwa die Wirtschaftsentwicklung und die damit verbundene Einkommenssituation in einem Herkunftsland, ebenso die
Verkehrsanbindung, bei der in letzter Zeit die Billigflüge eine Schlüsselrolle spielen. Der WienTourismus hat sein Marketing daher immer schon auf viele Herkunftsländer diversifiziert, um allfällige Rückgänge aus einigen durch Zuwächse aus anderen auszugleichen. - Das hat sich auch diesmal als zielführend erwiesen."

Bei Wiens Hauptherkunftsländern zeigen sich zur Halbjahres-Bilanz Nächtigungssteigerungen aus Österreich (+ 12 %), Großbritannien (+ 2 %), der Schweiz (+ 9 %) und besonders massiv aus der GUS (+35 %). Sie konnten Rückgänge aus Deutschland (- 9 %), den USA (- 5 %), Italien (- 22 %), Japan (- 19 %), Spanien (- 8 %) und Frankreich (- 9%) allerdings nicht zur Gänze wettmachen. Uneinheitlich ist auch die Entwicklung der Hoffnungsmärkte: Unter den jüngeren EU-Mitgliedern in Zentral- und Osteuropa gab es Nächtigungszuwächse aus Ungarn und Polen (je + 2 %) sowie Tschechien (+ 5 %), sehr stattliche Steigerungen aus Slowenien (+ 15 %), Litauen (+ 27 %) und Lettland (+ 33 %) sowie enorme Zuwachsraten aus den jüngsten EU-Mitgliedern Bulgarien (+ 44 %) und Rumänien (+ 75 %).

Entgegen diesem Trend liefen die Ergebnisse aus Estland (- 46 %) und der Slowakei (- 17 %). Ein ähnlich inhomogenes Bild ergeben die asiatischen Hoffnungsmärkte. Während die arabischen Länder in Asien unter dem Resultat des ersten Halbjahres 2006 blieben (- 6 %), ebenso wie China (- 8 %), lieferten Indien (+ 12 %) und Südkorea (+ 45 %) starke Beiträge.

Der leichte Rückgang im Halbjahres-Ergebnis wirkte sich in der 5- und 4-Sterne-Hotellerie aus, die 3-Sterne-Häuser registrierten dagegen mehr Nächtigungen als im Vergleichszeitraum 2006. Die Zimmer der Wiener Beherbergungsbetriebe waren von Jänner bis Juni 2007 durchschnittlich zu rund 62 % ausgelastet (1 - 6/2006: rund 64 %), die erhobene durchschnittliche Bettenauslastung betrug 52,9 % (1 - 6/2006: 55,0 %). Der Hotelbettenstand in Wien erhöhte sich von Juni 2006 bis Juni 2007 um rund 730 Betten. Erfreulich entwickelte sich der Netto-Nächtigungsumsatz der Hotellerie. Er ist zur Zeit für die Periode Jänner bis Mai 2007 erfasst und wurde gegenüber den ersten fünf Monaten des Vorjahres um 5,9 % auf 151,9 Millionen Euro gesteigert.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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