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Wien-Gäste wollen einkaufen

19.05.2010

Wien. Laut der aktuellen Gallup-Umfrage stellen die Wien-Besucher der Landeshauptstadt in Sachen Shopping ein noch schlechteres Zeugnis als im Jahr 2006. Die ÖHV sieht daher dringenden Handlungsbedarf bei der Regelung der Ladenschlusszeiten.

Wiens Touristen hätten gerne die Möglichkeit ihre Kreditkarte länger „glühen“ zu lassen

Während Shopping als Reisemotiv immer wichtiger wird, setzt Wien nach wie vor auf eine äußerst rigide Regelung der Ladenschlusszeiten. Die Zufriedenheit der Gäste sinkt. „Die gute Nachricht: Unsere Gäste wollen viel mehr Geld ausgeben. Die schlechte: Man lässt sie nicht. Das kostet Umsätze und Arbeitsplätze in Handel, Gastronomie und Hotellerie“, verweist Peter Peer, Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), auf eine aktuelle Gallup-Umfrage. Befragt wurden 300 Gäste, die in Wien nächtigen. Der Ruf nach längeren Öffnungszeiten wird lauter, die Kritik an der geltenden Regelung ebenso: „Bei der letzten Befragung wurden die Öffnungszeiten mit 2,59 nach dem Schulnotensystem benotet. Heuer war es gerade noch eine 3. Da besteht Handlungsbedarf“, so Peer.

 

Längere Aufenthalte und mehr Umsatz

Die Umfrage zeigt auf, wo aus Sicht der Gäste besonderer Handlungsbedarf besteht: Wünschten sich 2006 schon 53 Prozent der Gäste längere Öffnungszeiten in Wien, waren es diesmal sogar 61 Prozent. Besonders stark profitieren würde der Handel von längeren Öffnungszeiten: 63 Prozent der Gäste gaben an, die Sonntagsöffnung nutzen zu wollen – das wären 2,8 Mio. potentielle Kunden für den Wiener Handel. 47 Prozent oder knapp 2 Mio. Gäste hätten mehr eingekauft, wenn die Geschäfte auch sonntags geöffnet hätten. „Bei der Befragung gab jeder fünfte Gast an, seinen Aufenthalt im Falle einer Sonntagsöffnung verlängern zu wollen. Wenn wir nur die Gäste herausfiltern, die einen Sonntag an den Aufenthalt anhängen können, brächte das der Wiener Hotellerie 325.000 Nächtigungen mehr“, erklärt Peer, der daher die ÖHV-Forderung nach einer Tourismuszone in Wien erneuert: „Österreichs Top-Destination braucht eine Tourismuszone. Das erwarten unsere Gäste.“

 

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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