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Wien will jetzt auch Tourismusbetrieben helfen.

Wien investiert jetzt auch in Gastro-Betriebe

08.07.2021

Der Plan, strauchelnden Unternehmen mit Beteiligungen zu helfen, ist bisher nicht unbedingt eine Erfolgsstory. Jetzt fokussiert sich die Stadt auf Tourismusbetriebe: Unter den "Nutznießern" sind etwa das Cafe Ritter, das Buxbaum oder die Trattoria Martinelli.

Wenn ein Plan nicht aufgeht, dann feilt man meistens an einem anderen Plan. Oder man verwirft die Idee. Ob die Stadt mit ihrem Vorstoß, strauchelnden Unternehmen unter die Arme zu greifen, wirklich erfolgreich war, ist eine Sache des Blickwinkels. Fest steht jedenfalls, dass die vor über einem Jahr aus der Taufe gehobene „Stolz auf Wien“-GmbH Startschwierigkeiten hatte bzw. hat. Den mittels dieser Beteiligungs-GmbH mit Eigenkapial ausgestatteten Wiener Unternehmen sollte nicht nur mit Fremdkapital, sondern mit Eigenkapital auf die Sprünge geholfen werden. Was sich in der Praxis als nicht besonders einfach herausstellte. Denn die Kriterien sind recht strikt, die Prüfung dauert lang und von den Dutzenden Unternehmen, die sich beworben haben, kamen nur eine Handvoll in den Genuss der "Hilfe", die quasi eine Beteiligung und Teilverstaatlichung bedeutet. 

Jetzt unternimmt man einen weiteren Anlauf, die neue "Stolz auf Wien II" GmbH fokussiert sich auf Gastronomie, Hotels und Tourismusbetriebe und wurde mit 3,1 Mio. Euro von privaten Partnern ausgestattet. Die "Stolz auf Wien II" erwirbt keine Anteile an den Wiener Unternehmen, sondern erhält Genussrechte. Der Eigenkapitalzuschuss beträgt bis zu 300.000 Euro. Folgende Unternehmen werden zunächst unterstützt: Palladion Event Location BetriebsgmbH, Barbaro Gesellschaft m.b.H. mit der "Trattoria Martinelli", Bensch GmbH (Restaurant Buxbaum), Coinberg - Cafe Ritter - GmbH, Tschauner Bühne GmbH und das Grand Cafe am Alsergrund (GCAA Gastro GmbH).

Auf 7 Jahre befristet

Die oben erwähnte "Stolz auf Wien 1" GmbH hat sich mit 3,3 Mio. Euro an acht Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen von Schmuckherstellung und Infrastrukturlösungen bis Mineralölgroßhandel beteiligt. Die Beteiligung ist auf maximal 2 Mio. Euro pro Unternehmen, beziehungsweise 20 Prozent, begrenzt und zeitlich auf 7 Jahre befristet. Laut Firmenbuch ("Wirtschafts-Compass") hält die stadteigene Wien Holding 80 Prozent an der "Stolz auf Wien" Beteiligungs GmbH und die Wirtschaftskammer Wien 20 Prozent.

 

Autor/in:
Alexander Grübling
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