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1,8 Millionen Euro wurden ins Liechtenstein42 investiert.

Wien: Liechtenstein42 ist pleite

12.05.2016

1,17 Millionen Euro Schulden: Das ambitionierte Lokal-Projekt, an dem auch Leo Hillinger beteiligt ist, ist leider gescheitert. 

Das Liechtenstein42 wurde Anfang 2013 eröffnet. Drei Jahre später kommt das Ende: Wie der Kurier berichtet, hat der Wiener Betrieb, an dem auch Leo Hillinger beteiligt ist,1,17 Millionen Euro Schulden angehäuft. So soll die Betreiberfirma (Spielplatz 1090 Gastro BetriebsgmbH mit Sitz in Eisenstadt) ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt haben. Das bestätigen die Gläubigerschutzverbände AKV und Creditreform dem Kurier.

Gesellschafter der Betreiberfirma sind die General Commercial Services GmbH (Anteil: 79,2213 Prozent), die JOJOBE Consulting Investment GmbH (Anteil: 11,4453 Prozent und die Leo Hillinger GmbH (Anteil: 9,3333 Prozent). 

"Rochus" als Vorbild

Das Lokal sollte nach dem Vorbild des berühmten Szenelokal „Rochus“ im dritten Wiener Gemeindebezirk geführt werden, so der Kurier weiter. Dazu wurden 1,8 Millionen Euro in das Restaurant investiert. „Das Lokal wurde komplett saniert und umgestaltet. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch das neue Lokal gut entwickeln würde, wurde als sehr hoch eingeschätzt“, heißt es im Insolvenzantrag aus der Feder der Kanzlei Kosch & Partner. „Die anfänglich sehr hohen Umsätze bestätigten die Strategie, konnten aber in der Folge nicht gehalten werden.“ Die Kostensenken vor allem im Personalbereich konnte von den zwei Betriebsleitern nicht umgesetzt werden und die Gesellschafter beschlossen, eine neue Führung einzusetzen.“ Zuletzt wurden 18 Mitarbeiter beschäftigt.

Zukunft

Das Lokal soll aufgrund der laufenden Verluste über den Sommer geschlossen werden. Mit einem neuen Partner soll es voraussichtlich im vierten Quartal 2016 mit „einem völlig neuen Konzept“ wiedereröffnet werden. „In der Zwischenzeit soll als Übergangslösung eine Verpachtung des Betriebes zur Abdeckung der laufenden Kosten erfolgen“, heißt es weiter. 

 

Autor/in:
Alexander Grübling
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