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Wien-Tourismus: Destinationsmarketing nicht nur für 2005

21.01.2005

Wie Tourismusdirektor Mag. Karl Seitlinger bei einem Pressegespräch berichtete, hat der Wien-Tourismus im "Jahr nach dem Rekord" sein Marketing-Budget gegenüber dem Vorjahr um 400.000 Euro auf 11,5 Millionen Euro erhöhnt und finanziert damit nicht nur Aktivitäten, die sich aufs laufende Jahr auswirken, sondern investiert auch kräftig in die unmittelbare und weitere Zukunft.

Dazu gehört nicht nur die massive Bewerbung des kommenden Mozart-Jahres: Verstärkung der Kundennähe, spezielles Kongressmarketing für den Hochsommer, Studien über Kongresse und Billigflieger, Hebung des
Tourismusbewusstseins in Wien sind nachhaltige Maßnahmen, die über
2006 hinausweisen, ebenso ein zukunftsträchtiges Projekt zur
Zusammenarbeit mit Bratislava. Unter Zukunftsvorsorge fallen auch die
nachdrücklichen Bemühungen um eine Erhöhung des Budgets der
Österreich Werbung.

Um Wiens ausgezeichnete Position im internationalen
Städtetourismus nicht nur heuer, sondern auch für die folgenden Jahre
auszubauen, hat der Wien-Tourismus sein Marketing-Budget beträchtlich
erhöht und setzt 2005 insgesamt 11,5 Millionen Euro (um 400.000 Euro
mehr als 2004) ein. - Langjährig bewährte Maßnahmen werden
systematisch und forciert fortgesetzt: auflagenstarke Printwerbung,
Kooperationen mit der heimischen und ausländischen
Tourismusindustrie, Produktplatzierung mit Partnern aus der
Konsumgüterindustrie und dem Dienstleistungssektor in vielen Ländern,
Messeauftritte und Workshops für die Reise-Branche sowie effiziente
Stimulierung der Wien-Berichterstattung internationaler Medien.
Zusätzlich soll der für Wien günstige aktuelle Trend aber auch mit
zukunftsorientierten Strategien auf allen Ebenen längerfristig
erhalten werden.

Zwtl.: Verstärkte Kundennähe medial und inhaltlich & mehr Kongresse
im Sommer

Um den potenziellen Gast künftig noch stärker anzusprechen, wird
ab heuer in zehn europäischen Märkten und den USA zusätzlich zu den
Kampagnen in Printmedien ein systematischer Marketing-Schwerpunkt im
Internet gesetzt. Er reicht von Bannerwerbung über gratis
abonnierbare Newsletters bis zur Optimierung von Wiens Platzierung in
Suchmaschinen. Inhaltlich soll noch näher ans Zielpublikum
herangerückt werden, indem man den Content der Werbung sowie die
Produktgestaltung laufend den Gästewünschen anpasst. Auskunft über
diese liefert in zwei Befragungswellen pro Jahr das seit August 2004
eingesetzte Gästebefragungs-Instrument "Tourismus-Monitor Austria".
Wie man von Billigfluglinien noch stärker profitieren kann, sollen
die Ergebnisse einer Studie zeigen, die der Wien-Tourismus gemeinsam
mit Amsterdam Auftrag gegeben, hat.

Für die Reiseindustrie der GUS wird heuer erstmals ein Workshop
nach dem erfolgreichen Konzept von "Asia meets Vienna" organisiert:
Zu "Russia meets Vienna" werden sämtliche große Reiseveranstalter der
GUS - es sind etwa zwei Dutzend - nach Wien geladen, um das
touristische Angebot der Stadt persönlich zu erleben und Kontakte zur
Wiener Anbietern auszubauen. Das Vienna Convention Bureau im
Wien-Tourismus richtet besonderes Augenmerk auf eine Erhöhung des
Kongresstourismus im Juli und August und hat mit dieser Strategie
innerhalb nur weniger Monate schon beachtliche Erfolge erzielt: Für
2005 bis 2008 sind im Hochsommer bereits zehn Kongresse mit über
8.000 Teilnehmern fixiert, die rund 30.000 Nächtigungen bringen. In
Kürze kommt auch ein neues Kongressvideo zum Einsatz, und im Frühling
wird eine Studie erstmals Daten zur Wirtschaftlichkeit der
Firmentagungen in Wien liefern.

Zwtl.: Massive Mozart-Kampagne um 1,1 Millionen Euro

Prominenten Stellenwert nimmt im heurigen Marketing das
Mozart-Jahr 2006 ein. Die diesbezüglichen Aktivitäten erfolgen
vorwiegend gemeinsam mit der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft,
der Tourismus Salzburg GmbH und der ÖW, mit denen sich der
Wien-Tourismus zur ArGe Mozart 2006 zusammengeschlossen hat.
Unterstützt wird diese Marketing-Gemeinschaft von Austrian Airlines.
Das Gesamtbudget der ArGe Mozart für 2005 und 2006 beträgt 2,3
Millionen Euro. Heuer werden davon 1,1 Millionen - hauptsächlich für
Publikumswerbung in zehn europäischen Märkten, den USA und Japan -
eingesetzt. Die Betreuung der Reiseindustrie und Medien erfolgt bei
rund 40 Veranstaltungen für die Reisebranche in 21 Ländern und mehr
als 20 Pressenkonferenzen mit prominenten "key note speakers" in 15
Ländern.

Zwtl.: Kooperationen: Kampagne mit Stadt Wien und Projekt mit
Bratislava

Das Tourismus-Bewusstsein der Wienerinnen und Wiener ist dem
Wien-Tourismus ein großes Anliegen. Um den Stellenwert von Wiens
Tourismus als Wirtschaftsfaktor, dessen Florieren allen
EinwohnerInnen zugute kommt, entsprechend darzustellen, führt er in
Zusammenarbeit mit dem Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien
(PID) eine Insertionskampagne durch. In Hinblick auf die angestrebte
engere Zusammenarbeit mit Partnern in der Vienna Region wurde ein
aussichtsreiches Projekt mit Bratislava gestartet: Die slowakische
Hauptstadt will völlig neue Strukturen und Strategien für ihr
touristisches Informationssystem entwickeln, dabei soll der
Wien-Tourismus als Partner sein Know-how zur Verfügung stellen. Das
Vorhaben hat gute Chancen, von der EU im Rahmen ihrer "Interreg
Projects" gefördert zu werden, und die Kooperation mit Bratislava
wäre eine hervorragende Basis für eine gemeinsame Vermarktung beider
Städte in geeigneten Märkten als nächster Schritt.

Zwtl.: Mehr ÖW-Budget dringend gefragt

Bei der Verfolgung des Wiener Tourismus-Konzepts 2010, mit dem
Wiens jährliche Nächtigungen innerhalb der nächsten sechs Jahre auf
10 Millionen gesteigert werden sollen, ist die Internationalisierung
der österreichischen Tourismuswerbung ein wesentlicher Faktor. Die
der Österreich Werbung zur Verfügung gestellten Budgetmittel reichen
allerdings nicht aus, neben den unverzichtbaren traditionellen
Märkten auch neue, zukunftsträchtige Länder, etwa in Zentral- und
Osteuropa oder Asien (insbesondere im Mittleren Osten oder China)
effizient zu bearbeiten. Daher hat sich die aus den Vertretern der
gesamten Tourismuswirtschaft Wiens und affiner Bereiche
zusammengesetzte Strategiegruppe des Wien-Tourismus in einem Brief an
Bundesminister Dr. Martin Bartenstein und den Präsidenten der
Wirtschaftskammer Österreich, Dr. Christoph Leitl, gewandt. Darin
bittet sie um deren massive Unterstützung dafür, das Budget der ÖW
aus den angeführten Gründen um 10 Millionen Euro pro Jahr zu erhöhen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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