Direkt zum Inhalt

Wiener Fluggäste, bitte warten!

25.07.2019

Das Fluggasthelfer-Portal AirHelp hat die 20 größten DACH-Flughäfen analysiert und auf Verspätungen abgeklopft. Das Ergebnis ist für den Wiener Flughafen auch heuer wieder ernüchternd.

Der Flughafen Wien weist im Vergleich der 20 größten Flughäfen in Österreich, der Schweiz und Deutschland die viertschlechtesten Pünktlichkeitswerte auf. Das ist das Ergebnis einer aktuelle Untersuchung des Fluggasthelfer-Portals, AirHelp. Das Unternehmen analysierte die Pünktlichkeitswerte der Flughäfen im ersten Halbjahr 2019.

In Wien starteten demnach von rund 58.100 Flügen 14.130 verspätet oder fielen aus. Das entspricht einem Anteil von 24,3 Prozent. Damit verbessert der Flughafen seine Bilanz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch um knapp 1 Prozent. Im ersten Halbjahr 2018 hoben noch 25 Prozent aller Flüge nicht wie geplant ab.

Salzburg, Graz und Innsbruck pünktlicher

Deutlich zuverlässiger starteten die Flugzeuge in Salzburg: Im untersuchten Zeitraum erfolgten 16,3 aller Flüge nicht nach Plan. Am Flughafen Graz und Innsbruck flog es sich mit jeweils 17,2 Prozent außerplanmäßig gestarteten Flügen ebenfalls vergleichsweise pünktlich. An den drei Flughäfen starteten insgesamt jedoch nur knapp über 10.000 Flüge und damit ein Bruchteil des wiener Aufkommens.

Der unpünktlichste Airport des Vergleichs ist der Flughafen Frankfurt am Main: Insgesamt waren 30 Prozent von 112.700 Flügen verspätet oder fielen aus. Den zweiten Platz des Rankings belegt Zürich mit einer Quote von 27,4 Prozent, dicht gefolgt von München mit 27 Prozent.

Laura Kauczynski, Fluggastrechte-Experte von AirHelp: “Die Airlines am Flughafen Wien konnten sich im Vergleich zum Vorjahr etwas verbessern, dennoch  bekommen sie die vielen Verspätungen und Ausfälle kaum in den Griff. Probleme bei jedem vierten Flug scheinen der neue Standard zu werden. Wien ist damit einer der unpünktlichsten Flughäfen der DACH-Region. Für Passagiere bedeutet dies, dass sie sich auf viele und lange Wartezeiten sowie Ausfälle einstellen müssen. Betroffene Fluggäste sollten daher von ihren Rechten Gebrauch machen, denn unter Umständen steht ihnen eine Entschädigungszahlung in Höhe von bis zu 600 Euro zu. Wir von AirHelp setzen diese Ansprüche täglich für Flugreisende durch und ziehen, wenn nötig, auch für sie vor Gericht.”

Flugprobleme: Diese Rechte haben Passagiere

Im Falle eines stark verspäteten oder ausgefallenen Fluges sowie bei einer Nichtbeförderung haben Reisende unter anderem Anspruch auf eine finanzielle Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro pro Person. Die Voraussetzung dafür ist, dass der Start- oder Zielflughafen innerhalb der EU und, im Falle von Letzterem, die durchführende Fluggesellschaft ihren Sitz in der EU hat. Die Airline muss dabei selbst für die Verzögerung des Flugbetriebs verantwortlich sein. Das Recht auf finanzielle Entschädigung kann innerhalb von drei Jahren ab dem verspäteten Flugtermin eingefordert werden, ansonsten verjährt dieser Anspruch. 

Weitere Informationen stehen unter folgendem Link bereit: www.airhelp.com/de-at/fluggastrechte

Autor/in:
Alexander Grübling
Werbung

Weiterführende Themen

Gastronomie
17.07.2019

Mehr arbeitslose Kellner als offene Stellen gibt es in Salzburg und Vorarlberg. Allerdings gibt es zahlreiche Berufe mit größerem Fachkräftemangel als in der Gastronomie.

Neben Abfahrten geht es am Bike im Eggental auch gemütlich zu.
Tourismus
11.07.2019

Durch sein Mountainbike-Angebot gewinnt das Südtiroler Eggental viele neue junge Gäste. Der rechtliche Rahmen macht dabei einiges einfacher als in Österreich.

Tourismus
03.07.2019

Stadttouren durch Amsterdam werden als Hochzeit mit einem Einheimischen inszeniert.

Ein autonomes Flugtaxi im Einsatz.
Tourismus
03.07.2019

In Kärnten wird jetzt erprobt, wie man Drohnen und Flugtaxis einsetzen kann.

Kommentar
27.06.2019

Alles spricht für mehr alpinen Urlaub – vorzugsweise in Österreich.

Werbung