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Über 7.500 Gäste der Wiener Gastronomie setzten schriftlich ein Zeichen für das Tabakgesetz von 2008

Wiener Gastronomen gegen Rauchverbot

27.01.2014

Wien. Die Wiener Gastronomen und die Plattform "Rettet die Gastronomie" haben ihre Gäste befragt: Über 7.500 Gäste sprachen sich schriftlich für die Reparatur des Tabakgesetzes und gegen ein Rauchverbot in den Wiener Lokalen aus.

Im Sommer 2013 hat der Verwaltungsgerichtshof festgestellt, dass Nichtrauchern das Durchqueren von Raucherbereichen unzumutbar sei. Anfang des Jahres stellte der Verfassungsausschuss klar, wie das Tabakgesetz zu interpretieren ist und damit den Nichtrauchern das Durchqueren von Raucherbereichen zumutbar sei. Dann haben SPÖ und ÖVP  gemeinsam den Antrag eingebracht, dass das Tabakgesetz von 2008 in seiner ursprünglichen Form wieder in Kraft treten soll. In der gestrigen ORF-Pressestunde sprach sich Gesundheitsminister Alois Stöger hingegen für ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie aus. Spannend also, zu welcher Entscheidung das Parlament, das sich diese Woche Mittwoch (29. Jänner 2014) mit der Frage beschäftigt, kommen wird.

Über 7.500 Unterschriften für das Tabakgesetz
Eine ganz eindeutige Meinung haben schon jetzt die Wiener Gastronomen und viele ihrer Gäste: Sie wollen eine Reparatur des Tabakgesetzes und somit kein Rauchverbot in den Gastronomiebetrieben. Denn die Wiener Gastronomen und die Plattform "Rettet die Gastronomie" haben ihre Gäste befragt und in kurzer Zeit mehr als 7.500 Unterschriften dafür gesammelt. Immerhin hat die heimische Gastronomie fast 100 Mio. Euro in die Trennung von Raucher- und Nichtraucher-Bereichen investiert. "Müssten die Wiener Wirte jetzt wieder umbauen, würde dies für viele den wirtschaftlichen Ruin bedeuten. Wir haben keinerlei Reserven, um nun wieder umzubauen oder neue Auflagen zu erfüllen", erklärt Walter Piller, Ehrenobmann des Gastronomie Clubs Wien.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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