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Wiener Tourismus muss gestärkt werden

29.09.2009

Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien, sieht dringenden Handlungsbedarf bei staatlichen Haftungen für alle Wiener Tourismusbetriebe - denn besonders die Klein- und Mittelbetriebe der Tourismusbranche brauchen in der Krisenzeit stärkere Unterstützung.

Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft

Großbetriebe der Industrie können künftig von staatlichen Haftungen profitieren. Dies wird möglich durch das am letzten Mittwoch im Nationalrat beschlossene Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetz. Euro 10 Mrd. an Haftungskapital werden angesichts der Krise in der Realwirtschaft zur Überbrückung vorübergehender Liquiditätsengpässe in "gesunde" österreichische Unternehmen umgeschichtet. Profitieren können aber nur Betriebe mit mehr als 250 Mitarbeitern.

KMUs brauchen dringend Hilfe

"Am Beispiel der Industrie wird deutlich, wie sehr Unternehmen auf staatliche Haftungen angewiesen sind. Dies betrifft aber nicht nur große Unternehmen, sondern auch oder gerade ganz besonders Klein- und Mittelbetriebe im Tourismus. Deshalb ist es von größter Wichtigkeit, dass die Masse der Betriebe Zugang zu eben solchen Haftungen erhält", so Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien.

Einzige Chance für weitere Investitionen

Staatliche Haftungen sind für Wiener Tourismusbetriebe vor allem auch deswegen so wichtig, weil viele in Mietlokalen untergebracht sind und daher bei Kreditansuchen oft nicht über ausreichende Sicherheiten verfügen. "Mit solch staatlich garantierten Finanzierungen würden Investitionen wieder möglich gemacht werden. Hier muss Bewegung in die Sache kommen, denn in Krisenzeiten geht es gerade darum, Klein- und Mittelbetriebe im Tourismus die Hand zu reichen", so Bitzinger.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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