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Wiens Chinatown

25.10.2018

Vor Ort: Alle reden von Parallelgesellschaften. Vielen macht sie Angst. In Wien gibt es auch Parallelgesellschaften.

Alle reden von Parallelgesellschaften. Vielen macht sie Angst. In Wien gibt es auch Parallelgesellschaften. Zum Beispiel rund um den Naschmarkt an der Wienzeile. Vor dieser Parallelgesellschaft muss man sich wahrlich nicht fürchten. Hier hat sich eine hochinteressante chinesische Gourmetzone entwickelt. Asiatische Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte reihen sich aneinander und versorgen nicht nur die Foodie-Szene mit authentischen Lebensmitteln in einer noch nie da gewesenen Vielfalt und Frische, sondern auch die umliegenden überwiegend chinesischen Lokale. 

Die sind so gut, wie man das sonst in Europa nur aus Londons Chinatown kennt. Hier kochen wahre Meister mit authentischen Lebensmitteln. Man sieht immer mehr Innereien auf der Karte und für uns Langnasen exotische Zutaten wie Hühnerfüße, 1000-jährige Eier, Quallen und andere Seltsamkeiten. Aber es gibt auch Wan-Tan-Suppen, Wasserspinat, Dim Sum oder kross gebackenes Hühnerfleisch. Auffällig ist, dass in den Lokalen viele Asiaten speisen, vermutlich überwiegend Chinesen – Touristen wie Einheimische. Das ist immer ein gutes Zeichen, wenn die eigenen Leute kommen.

Manche der Lokale gibt es schon länger (On am Markt, Chinazen-trum), manche sind erst kürzlich dazugekommen (China Bar), andere sind aus anderen Stadtteilen hierher gezogen (China Kitchen No. 27). Viele sind spartanisch-preisbewusst eingerichtet. Die meisten bieten beste chinesische Hausmannskost zu vernünftigen Preisen – manche sind durchaus experimentell unterwegs. Bald wird man vermutlich an der Kettenbrückengasse ein Drachentor aufstellen … 

Besser nicht. Uns gefällt gerade dieses Nonchalante, wenig Prahlerische an Wiens Chinatown. Deshalb kommen wir hier immer wieder her. Zum Speisen und Shoppen.

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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