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WIFO: Sommersaison lief gut an

30.07.2019

Nächtigungen in der Vorsaison stiegen laut WIFO um 3,7 Prozent. Dennoch ist der Zeitraum Mai bis Juni kein wirklich guter Indikator für die ganze Sommersaison.

Tourismus bleibt eine boomende Branche. Das zeigt die neue Tourismusanalyse des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO). Nach einem leichten Nachfragewachstum im Winter 2018/19 (Übernachtungen +1,4%) startete die Sommervorsaison 2019 (Mai bis Juni) mit kräftigeren Zugewinnen bei der Anzahl der Gäste und der Nächtigungen (Gästeankünfte +4,6%, Nächtigungen +3,5%). Damit kann von einem positiven Start in die heurige Sommersaison gesprochen werden, nachdem im Jahr 2018 die Nächtigungen in der Vorsaison rückläufig waren (‑0,8%).

Juli, August entscheidend

Da auf die Vorsaison mit rund einem Viertel der Sommernächtigungen nur die Hälfte des Gewichtes der Hauptsaison (Juli bis August) entfällt, wird die Entwicklung in den nächsten beiden Monaten für das Gesamtergebnis des Sommers 2019 maßgeblich sein. Die historische Erfahrung zeigt jedoch auch, dass die Bilanz der Vorsaison ein schlechter Indikator für den weiteren Verlauf des Sommertourismus ist.

Neben der zum Vorjahr hin verschobenen Lage von Feiertagen beeinflussten weitere Faktoren die Entwicklung in den einzelnen Monaten der Sommervorsaison: So kann die gedämpfte Nachfrage im Mai 2019 nicht nur auf die späten Termine von Pfingsten und Fronleichnam (2018 im Mai, 2019 im Juni) zurückgeführt werden, auch die viel zu kühlen Temperaturen und die starken Niederschläge beeinträchtigten die Bilanz der österreichischen Tourismuswirtschaft (Gästeankünfte ‑7,0%, Übernachtungen ‑12,2%).

Auf Basis erster Schätzungen des WIFO erreichten die nominellen Einnahmen von Mai bis Juni 2019 3,97 Mrd. € und stiegen damit gegenüber dem Vergleichszeitraum 2018 um 3,7%. Preisbereinigt betrug der Zuwachs 2,0%.

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