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Willkommen im Wein-Wunderland

01.06.2005

Österreichs Wein hat seit dem Weinskandal vor 20 Jahren eine eindrucksvolle Entwicklung vollzogen, um die uns viele beneiden.

Die Antwort auf den Weinskandal von 1985 war die Einführung eines der strengsten Weingesetze der Welt. Damit wurde der Grundstein für ein Umdenken bei den österreichischen Weinproduzenten gelegt. Im neuen Weingesetz wurde grundsätzlich alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist. „Die strengen rechtlichen Grundlagen geben klare Richtlinien vor. Ich kenne kein anderes Land, im dem das Weingesetz eine so stark reglementierende Funktion hat“, ist Michael Thurner, Geschäftsführer der österreichischen Weinmarketinggesellschaft (ÖWM) überzeugt.

„Neue Weinbereitungsmethoden müssen in Hinblick auf die zunehmende internationale Verbreitung auch bei uns diskutiert werden. In anderen Ländern sind diese schon längst üblich, bei uns sind die meisten nur in Großversuchen und unter Aufsicht erlaubt.“ (Stichwort Konzentration, Oak-chips etc.) Österreich zählt heute jedenfalls zu den dynamischsten und innovativsten Weinländern weltweit.

Es geht um die Qualität
Wenn man sich die Verhältnisse vor Augen führt, wird schnell klar: Österreich ist international betrachtet ein Wein-Zwerg. Mit nur 1% der gesamten Weltproduktion entsprechen schon allein die jährlichen Weltweinüberschüsse dem 15- bis 20fachen einer österreichischen Ernte. Nach den dramatischen Folgen des Weinskandals hat die Weinwirtschaft erkannt, dass nur die Betonung der Qualität Zukunftsstrategie der österreichischen Winzer sein kann. Die heutige Winzergeneration ist bestens ausgebildet, Investitionen in moderne Kellereitechnik sind weitere Erfolgsfaktoren. In Verbindung mit dieser Entwicklung trägt auch ein verändertes Konsumverhalten zur Beliebtheit der heimischen Tropfen bei. „Es gehört ganz einfach zum guten Ton, sich beim Wein auszukennen, und dabei haben die Österreicher einen starken Patriotismus entwickelt“, erklärt Thurner.

Internationale Erfolge
2004 wurde im Export eine höhere Wertschöpfung als je zuvor erzielt. Obwohl mengenmäßig ein Minus von 11%, wurde wertmäßig ein Plus von 20% verzeichnet. Obwohl österreichischen Wein aufgrund von Größe und Struktur in vielen Ländern nur ein Nischenprodukt darstellt, reihen viele internationale Journalisten, Fachhändler und Sommeliers österreichische Weine in die Liga der besten Weine der Welt ein. Wie auch immer man zu Vergleichsverkostungen im Stil von „Ländermatches“ stehen mag: Es ist schon beeindruckend, wenn jetzt auch Österreichs Rote mit berühmten und oft sehr viel teureren Gewächsen mehr als nur mithalten können.

Wein und Marketing
Durch intensive internationale Kontakte werden auf breiter Basis Exportbemühungen der Winzer unterstützt. Kooperationen im Ausbildungsbereich wie mit dem Institute of Masters of Wine führen dazu, dass sich die wichtigsten Meinungsbildner der Weinwelt intensiv mit Wein aus Österreich befassen. Dadurch werden langfristig Image- und Exporterfolge erwartet.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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