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Wintersportregionen mit absoluter Dominanz

29.04.2010

ÖHV. Bei der aktuellen Destinationsstudie 2010 sind Wien, das Ötztal und das Zillerteil weiterhin die Top-Performer unter den Tourismusregionen. Dahinter blieb im Destinationsranking aber keum ein Stein auf dem anderen. Die großen Sieger sind die Wintersportregionen.

ÖHV-Generalsekretär Thomas Reisenzahn

Die alljährlich von der ÖHV erstellte Destinationsstudie vergleicht die Entwicklung von Übernachtungen, Ankünften Auslastung und Umsätzen. Wie in den Vorjahren führt Wien das Gesamtranking an. Das Ötztal und das Zillertal haben ihre Spitzenplätze verteidigt: Sie vervollständigen das Podest. „Um in diesem Ranking vorne mit dabei zu sein, braucht es exzellentes Destinationsmanagement. Den Top Ten im Gesamtranking wie auch in den einzelnen Kategorien ist in jedem Fall für ihre hervorragende Leistung zu gratulieren“, erklärt der Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), Thomas Reisenzahn.

Mit 7-Meilen-Stiefeln unter die Top Ten
Die fünf Neu-Einsteiger unter den Top Ten belegten auch in den Einzelrankings großteils Spitzenplätze: Ausnahmslos alle lagen bei den Umsätzen und bei den Nächtigungen auf Spitzenplätzen: „Das zeigt, dass der Weg zum Ziel nicht immer über den niedrigsten Preis führt. Gute Destinationen steigern den Preis und die Zahl der Nächtigungen gleichzeitig“, so Reisenzahn. Bemerkenswert: Die Destinationen auf den Plätzen 4 bis 8 haben zig Plätze gutgemacht: Die Tiroler Zugspitz-Arena steigerte sich von Platz 52 auf Rang 4. Das Gasteinertal ist von Rang 58 auf Platz 5 gestiegen. Paznaun kam von Platz 27 auf Rang 6, die Salzburger Sportwelt von 65 auf 7 und die Kitzbüheler Alpen legten mit der Steigerung von Platz 87 auf Platz 8 den größten Sprung nach vorne hin. „Hier haben sich bekannt starke, professionell geführte Destinationen durchgesetzt“, so Reisenzahn.

Winter dominiert den Sommer
Deutlich ist die Dominanz der Wintersportregionen. „Hier wurde der USP ‚Wintersport in den Alpen’ professionell mit aktivem Marketing kombiniert.“ Ausschlaggebend sind die enge Zusammenarbeit der touristischen Leistungsträger und die hochqualitative touristische Infrastruktur von den Seilbahnen bis hin zu den Hotels: „2007/08 lag das Investitionsvolumen in Wintersportregionen deutlich höher als in sommerlastigen Destinationen.“ Regionen mit einer hohen Wertschöpfung im Winter, die verstärkt auf Sommer und Nebensaison setzten, finden sich überdurchschnittlich auf den vorderen Rängen des Rankings. Stark sommerlastige Destinationen wie Bodensee Vorarlberg, Villach Warmbad/Faaker See/Ossiacher See, Wienerwald oder das Salzkammergut konnten die Erfolge aus dem Jahr 2007 nicht wiederholen.

Wien: Ankünfte spitze, Auslastung schwach
Ein Trend hat sich bei der Bundeshauptstadt weiter verstärkt: Beim Zuwachs von Ankünften, Nächtigungen und Umsätzen nahm die Bundeshauptstadt wie schon in den Vorjahren durchwegs Spitzenplätze ein und bleibt mit deutlichem Abstand Gesamtsieger. Bei der Auslastung schlug jedoch ein Rückgang von knapp vier Prozentpunkten und damit Platz 84 von 88 untersuchten Destinationen zu Buche. „Wiens international beachtliche kontinuierliche Erfolgs-Story führt zu einem Boom an zusätzlichen Hotelbetten, die überwiegend auf das Engagement internationaler Konzerne zurückzuführen sind. 2008 wirkte sich das bei den Preisen noch nicht in dem Maße aus“, erklärt Reisenzahn.
 
Zugspitz Arena punktet in der "Königsdisziplin"
Klarer Sieger bei der „Bettenauslastung“ ist die Tiroler Zugspitz Arena, die von dieser Stärke auch preislich profitieren konnte, wie Rang 9 in der Umsatzstatistik bestätigt. „Das ist die Königsdisziplin: Auslastung und Preis sind maßgeblich. Daran lässt sich gutes Destinationsmanagement ablesen“, so Reisenzahn.
 
Arlberg bleibt Preiskaiser
In Kooperation mit MANOVA wurde ein Sonderteil über betriebswirtschaftliche Kennzahlen ausgewählter Destinationen ausgearbeitet. Hier zeigt sich die herausragende Position der Destination Arlberg. Der auf Vorarlberger Seite erzielte Netto-Durchschnittspreis ohne Ortstaxe von 132 Euro liegt meilenweit vor der Konkurrenz. Mit 85 bzw. 84 Euro folgen das Ötztal und Ischgl-Paznaun erst mit deutlichem Abstand. Hotel- und Tourismusprofis bieten diese aussagekräftigen Daten die Basis für professionelle Expertisen. „Langfristige Planung, aber auch kurzfristige Entscheidungen auf Basis derart fundierter Daten erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit enorm“, verweist MANOVA-Geschäftsführer Klaus Grabler auf spezielle Benchmarking-Angebote für Destinationen.
 
Die Liste der Top-Ten:
(die Platzierung 2007 steht in Klammer)

01. (01.)  Wien                                    
02. (02.)  Ötztal                                   
03. (03.)  Zillertal                                 
04. (52.)  Tiroler Zugspitz Arena        
05. (58.)  Gasteinertal                         
06. (27.)  Paznaun                              
07. (65.)  Salzburger Sportwelt         
08. (87.)  Kitzbüheler Alpen               
09. (08.)  Arlberg (T,V)                      
10. (07.)  Schladming-Dachstein      

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Bestellung
ÖHV-Destinationsstudie 2010 der Österreichischen Hoteliervereinigung, 205 Seiten, großer Tabellenteil 65 Euro exkl. USt.; Sonderkonditionen für ÖHV-Mitglieder
Tel.: 01/533 09 52, E-Mail: info@oehv.at, Internet: www.oehv.at/shop

 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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