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„Wir haben die Botschaft sehr wohl verstanden!“

16.06.2010

Ein neues Messekonzept für die „Alles für den Gast Frühjahr“ bekommt Konturen. Ziel ist eine starke Frühjahrs-Gastrofachmesse pro Jahr

Will der Forderung der Aussteller nach einer Terminbereinigung nachkommen: Reed-Geschäftsführer Johann Jungreithmair

Zeiten, in denen weniger Gäste kommen und Umsätze stagnieren, sind auch für Fachmesseveranstalter kein Honiglecken. Das musste heuer insbesondere Österreichs größter Gastronomie
Fachmesseveranstalter Reed zur Kenntnis nehmen.

Bei den beiden Frühjahrsmessen „Alles für den Gast – AllMountain“ in Salzburg und „Alles für den Gast Wien“ gab es im Vergleich zum Vorjahr veritable Rückgänge bei den Ausstellern. Grund dafür allein waren freilich nicht die wirtschaftlich mageren Zeiten.

Unter den Ausstellern rumorte schon längere Zeit eine Unzufriedenheit über zu viele regionale Gastronomie-Fachmessen in Österreich. Neben der Erfolgsmesse „Alles für den Gast Herbst“ in Salzburg, die praktisch für sämtliche Marktteilnehmer zu einem „Must“ geworden ist, konnten die regionalen Gastronomie-Fachmessen die in sie gesetzten Erwartungshaltungen offenbar nicht erfüllen.

Das führte dazu, dass wichtige Aussteller, allen voran die Getränkeindustrie, eine außergewöhnliche Maßnahme setzten: Sie sprachen sich darüber ab, allen regionalen Gastronomie-Fachmessen geschlossen fernzubleiben und ließen Reed wissen, dass sie – abgesehen von der „Alles für den Gast Herbst“ – für alle anderen regionalen Fachmessen 2010 nicht mehr zu haben seien.

„Diese Maßnahme hat uns natürlich hart getroffen“, gibt Johann Jungreithmair, CEO von Reed Exhibitions in Österreich, unumwunden zu. „Aber wir haben die Botschaft sehr wohl verstanden und werden noch im August zeitgerecht ein neues Konzept für eine attraktive Frühjahrs-Gastronomie-Fachmesse 2011 vorlegen.“

Das Ziel steht fest: ein starke, attraktive Frühjahrs-Gastronomie-Fachmesse pro Jahr mit vielen inhaltlichen Neuerungen. Die kurz hintereinander angesetzten Frühjahrsmessetermine in Salzburg und Wien wird es nicht mehr geben.

Zwei Optionen
Die strategischen Überlegungen gehen offenbar in zwei Richtungen. Eine Variante wäre, die Gastro-Frühjahrsmesse in Salzburg überhaupt zu streichen und ausschließlich in Wien eine „Alles für den Gast“ als Pendant zur Erfolgsmesse im Herbst abzuwickeln. Ein anderer Ansatz geht von einem geänderten Messerhythmus und alternierenden Veranstaltungsorten Salzburg Wien aus.

Damit würde die „Alles für den Gast“ im Frühjahr einmal in Wien, im Folgejahr in Salzburg usw. stattfinden. Voraussichtlicher Start wäre 2011 in Wien. In beiden Fällen wäre der Messekalender jedenfalls um eine Veranstaltung reduziert – und den Forderungen der Aussteller zumindest einmal in dieser Hinsicht Rechnung getragen.

 Kof

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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