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„Wir müssen individueller werden“

12.12.2019

Christian Jaritz ist neuer Bereichsleiter des Kastner-Gastrodienstes. Die ÖGZ traf ihn auf der „Gast“ in Salzburg zum Einstandsgespräch.

Christian Jaritz trat im Kastner Gastrodienst die Nachfolge von Franz Brixner an.

Die Gastronomie entwickelt sich immer weiter. Es geht auch um Effizienz. Etwa um eine schnelle Online-Bestellung. Was tut sich da? 
Christian Jaritz: Für uns ging es beim letzten WebShop-Update darum, die für eine Bestellung notwendige Klick-Zahl zu reduzieren. Wir haben diese um die Hälfte verringert, mit nur wenigen Klicks können Produkte nun bestellt werden. Daneben weist ein Algorithmus auf neue Produkte hin, die den Kunden interessieren könnten. Neu ist auch unsere Scan-App, mit der man über das Handy den Barcode einscannen und den Artikel automatisch in den Warenkorb legen kann. 

Es gibt etwa 9.500 Zustellkunden und 33.000 Abholkunden. Wollen Sie mehr Zustellkunden gewinnen?
Natürlich wollen wir in der Zustellung wachsen. Gemessen am Gastro-Umsatz liegt der Anteil der Zustellung jetzt schon bei mehr als 60 Prozent. Wir haben über 50 Fachberater im Einsatz, die auf die Bedürfnisse unserer Kunden individuell eingehen. Selbstverständlich bieten wir allen Kunden auch die Möglichkeit, in einem unserer sieben Abholmärkte (Amstetten, Eisenstadt, 
Jennersdorf, Krems, Wien-Nord, Wien-Süd, Zwettl) einzukaufen. 

Kastner wird 146 Millionen Euro Umsatz im Gastro-Bereich erwirtschaften. Der Bereich Kastner-Gastrodienst wird dabei bereits auf fast 90 Millionen kommen. Mit welcher Strategie wollen Sie weiter wachsen?
Die Strategie, welche wir verfolgen, ist ein Wachstum im Bereich Abholmarkt und Gastrodienst mit den dazugehörigen Expansionsschritten und Investitionen. Die Zustellung wächst bereits sehr stark. Die Philosophie ist, dass unsere Fachberater im Außendienst, aber auch in den Kastner-Abholmärkten die Kompetenz im Produkt- und im Gastro-Know-how noch weiter stärken. 

Wird auch die Beratung elektronisch, etwa im Webshop? 
Kastner bietet den fortschrittlichsten Webshop am Markt. Wir nutzen ihn dazu, es dem Kunden so einfach wie möglich zu machen. Bereits 50 Prozent der Bestellungen werden in der Zustellung online abgewickelt. Durch den Webshop werden aber auch Zeitressourcen für die persönliche Betreuung der Kunden durch unsere Fachberater im Außendienst und in den Abholmärkten frei. Die persönliche Beratung wird weiterhin eine wichtige Rolle im Umgang mit unseren Kunden spielen.

Gibt es Schwerpunkte oder Trends? 
Was alle Kunden vereint, ist der Wunsch nach nachhaltigen Produkten, nach Regionalität und nach Qualität zu einem fairen Preis. Was wir nicht machen werden, ist, nach dem Billigpreisprinzip zu arbeiten. Wir legen den Fokus auf die ständige Weiterentwicklung unserer Fachhandelssortimente. 

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