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,Wir sind der Garten der Wiener‘

17.03.2011

Das Schweizerhaus im Wiener Prater sperrt nach viermonatigem Großumbau wieder pünktlich auf. Eine Wiener Institution erstrahlt – zumindest teilweise – in neuem Glanz.

Stoßen an auf eine erfolgreiche Saison 2011 (v. l.): Johanna, Karl und Regina Kolarik. Im Neubau findet sich auch Platz für alte Bierdevotionalien wie Flaschen, Bierdeckel, Gläser etc.

Das traditionsreiche Budweiser-Bier- und Stelzenparadies Schweizerhaus im Wiener Prater hat dieser Tage nach über viermonatiger Umbauzeit wieder geöffnet. Der älteste Teil des Betriebes wurde abgerissen und komplett neu aufgebaut, der alte Buffetbereich in einen neuen Gästebereich verwendelt und die AF-Getränkeausgabe zur Hauptschank ins Zentrum des Gartens verlegt.

Zusätzlich wurde die Schank auch deutlich vergrößert und mit Wänden versehen (die sich im Sommer öffnen lassen), um in der kühleren Jahreszeit ein besseres Arbeitsklima für das Personal zu schaffen. Auch die Bierkeller wurde neu gestaltet und mit modernster Technik versehen. Rund 3,9 Millionen Euro hat der komplette Umbau gekostet.
Im Innenbereich wurden durch den Umbau 140 Sitzplätze neu geschaffen. Insgesamt hält man dadurch bei rund 700

Plätzen innen und 1.200 im Garten.


Tradition braucht Innovation
„Ohne Innovation keine Tradition“ lautet das Credo von Schweizerhaus-Chef Karl Kolarik. Auch mit Traditionsbetrieben würde es schnell bergab gehen, wenn sie nicht regelmäßig investierten. „Wir wollen mit dem Umbau noch bessere Qualität für unsere Gäste bieten – vor allem wenn das Wetter nicht optimal ist, haben wir jetzt mehr Platz. Und es gibt neue, kleinere, abtrennbare Räume für geschlossene Feiern.“ Zudem würden sich auch die Wege der Kellner durch die neue Schank verkürzen.

Kolarik: „Wir sehen uns als der Garten der Wiener – die wenigsten Wiener haben ja einen eigenen Garten – und im Schweizerhaus kann man sich treffen und bei einer Art Kurz­urlaub entspannen und mit Freunden oder auch anderen Gästen plaudern.“

Nichts geändert hat sich klarerweise am kulinarischen Angebot. Die klassische Schweinsstelze ist nach wie vor für viele der Hauptgrund für einen Besuch im Schweizerhaus und auch beim legendär gut gezapften Budweiser-Bier (rund 94 Prozent des Gesamtbierausstoßes im Schweizerhaus fällt auf das helle Budweiser Budvar) bleibt alles beim Alten.


Winteröffnung infrage
Beim Thema „Winteröffnung“ – seit jeher hält das Schweizerhaus zwischen 1. November und 15. März Winterpause – gibt sich die Betreiberfamilie noch zurückhaltend: „Ab 2013 kommt hier die Wirtschaftsuni in die Gegend. Da werden täglich bis zu 6.000 Studenten und 2.000 Mitarbeiter erwartet. Das ist schon ein gewisses Potenzial. Auf der anderen Seite hat ein Saisonbetrieb auch seinen eigenen Charme. Ich denke, wir werden mal in aller Ruhe abwarten“, so Karl Kolarik. Ob überhaupt und wie lange man künftig im Winter aufsperrt, werde man dann sehen.
www.schweizerhaus.at

Clemens Kriegelstein

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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