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„Wir testen den Kaffee, wie ihn der Konsument trinkt!“

08.10.2004

Nur wenige Menschen kennen den Kaffeeröster Helmut Sachers, der hinter der Marke Original Helmut Sachers Kaffee, gegründet 1929 in Wien, steht und im Jahr rund 600 Tonnen Kaffee in Oeynhausen röstet. Er bedient damit 3.000 österreichische Kunden und 30 Auslandsmärkte.

Begonnen hat alles mit zwei Säcken Rohkaffee, die Helmut Sachers Vater röstete. Heute blickt Helmut Sachers auf eine 75-jährige Firmengeschichte zurück, die, so hofft er, sein Sohn Martin auch in Zukunft weiterführen wird. Amtsmüde ist Helmut Sachers, der die Kaffeerösterei vor 34 Jahren seinem Vater abkaufen musste, noch nicht und informiert sich via Teletext über den US$-Kurs. „Ich habe bereits ein Währungsgeschäft vor Wochen auf die neue Ernte abgeschlossen. Die Kaffeekirschen dafür sind heute nicht einmal noch reif, aber die Kursentwicklung gibt mir recht, dass ich richtig gehandelt habe“, freut sich Helmut Sachers. Sein Ziel ist es, ohne Schulden in Pension zu gehen: „In 23 Monaten zahlen wir unsere letzte Kreditrate für den Standort Oeynhausen, den meine Frau Inge und ich seit 1988 aufgebaut haben, zurück“, erklärt Helmut Sachers, der von seinen Angestellten liebevoll mit Herr Helmut angesprochen wird. „Das hat sich über die Jahrzehnte so erhalten. Meinen ersten Mitarbeiter rief ich immer Herr Josef und so blieb es bei den Vornamen. Damit wird der Arbeitsalltag ein bisschen persönlicher und ich bin trotzdem mit niemanden „per Du“, schildert Sachers, der etwa sieben Tassen Kaffee am Tag trinkt. Hier sind die Tassen, die täglich verkostet werden, mit eingerechnet, denn, so betont er: „Wir testen den Kaffee, wie ihn der Konsument trinkt – schwarz, mit Milch und Zucker, nur mit Milch oder nur mit Zucker.“

Sachers Philosophie
Auch die Sachers-Philosophie lässt sich einfach umschreiben: Einen guten Kaffee machen, diesen in die Welt hinaustragen und neue Märkte aufbauen.
– Mit Arbeit lässt sich viel schaffen.
– Ehrlichkeit – nur versprechen, was man auch halten kann und nie unglaubwürdig werden.
– Ziele setzen und diese versuchen zu erreichen
– Visionen haben

Besonders stolz ist Helmut Sachers, dass er jährlich rund 25 bis 30 Messen und Ausstellungen von Wien bis Berlin, von Köln bis Tokyo, von Frankfurt bis Shanghai, von Tai Peh bis New York, von Singapur bis Peking, von Hong Kong bis Paris beschickt und auch auf der Amsterdamer „Privat Lable“-Messe ausstellen wird. Der Kaffee für den amerikanischen und kanadischen Markt wird in Ounces abgefüllt und für Kanada darüberhinaus zweisprachig beschriftet. So werden in Oeynhausen jährlich auch rund 110 Tonnen Bio-Kaffee geröstet. Natürlich wird im Hause Sachers nach einem Geheimrezept geröstet und Helmut Sachers verrät eine alte Rösterweisheit: Es gibt keinen guten Kaffee ohne brasilianischen Santos. Und meint weiters: „Kaffee ist wie die Marinade eines Salats, bestehend aus Essig, Öl, Wasser, Zucker, diversen Gewürzen und Kräutern und für eine Kaffee-Mischung nehme man Kaffee aus Guatemala, Kenya, Indien, Papua Neuguinea, Costa Rica, Kolumbien, Mexiko, brasilianischen Santos und äthiopischen Sidamo.

Helmut Sachers Kunden bekommen bei ihm alles, was sie rund um den Kaffee brauchen und ein bisschen mehr - wie die klassische kleine und große Kaffeeschale, Milchkännchen, Zuckerschale, Jumbo Tasse, Caffé Latte Gläser, Einspänner Tasse, Tasse für heiße Schokolade, Coffee to go-Becher (echte Styroporbecher, wobei man sich nicht die Finger verbrennt), Teetassen, Kaffeeobers und Portionszucker. Dazu gibt es noch ein besonderes Servicepaket mit Qualitätskontrolle für Kaffeemaschine und -mühle unter dem Slogan „Wir bemühen uns ein wenig mehr!“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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