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wirt am wort

25.03.2010

Die größten Sorgen bereitet mir momentan die Mitarbeitersuche. Alle, die in der letzten Zeit gekommen sind, hatten im Endeffekt keinen Antrieb oder die schulische Vorbildung war eine Katastrophe.

Alois Schober, Giersterbräu,Gierstergasse 10, Wien 12

Das liegt aber auch an der Einstellung. Den jungen Menschen wird mitgegeben, dass es uns allen gut geht, dass wir aber alle hart dafür arbeiten mussten und müssen wird nicht erklärt.

Viele Jobbewerber kommen oft mit echten Wahnvorstellungen von Gehältern, ohne noch in irgendeiner Weise gezeigt zu haben, was sie können. Es kommt manchmal auch vor, dass man sich nach einem Vorstellungsgespräch eigentlich schon einig ist, ein Probetag vereinbart wird und man dann nie wieder – nicht einmal telefonisch – von demjenigen etwas hört. Die Zuverlässigkeit in der Branche lässt stark nach.

Ganz schlimm ist für uns die Erfahrung mit dem Arbeitsamt, mit dem wir schon vor etwa zehn Jahren aufgehört haben zusammenzuarbeiten. Sogenannte Bewerber sind oft im Fünf-Minuten-Takt im Lokal gestanden, nur um ihren Stempel zu bekommen.

Die Politik macht es den Leuten aber auch zu einfach. Solange man vom Staat, ohne etwas tun zu müssen, diese Geldgeschenke – um was anderes handelt es sich nämlich nicht – bekommt, solange wird auch die Lage des Arbeitsmarktes angespannt bleiben. Kurz gesagt, man muss es denjenigen, die nicht arbeiten wollen, schwerer machen, und denen, die arbeiten möchten, Anreize bieten.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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