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Wirt am Wort

15.04.2010

Die geltende Regelung ist für meinen Betrieb das „großartigste Gesetz“ überhaupt. Ich habe einen Betrieb, der aus zwei Flügeln besteht. Auf der einen Seite ein Speisenlokal und auf der anderen Seite ein Bar/Lounge-Konzept.

Mag. Gerald Schwarz, aiola city, Graz

Beide Flügel verfügten über einen breiten Durchgang, der im April 2009 verkleinert und mit einer rahmenlosen, breiten Glastür versehen wurde. Damit verfügt der Betrieb nun über zwei baulich getrennte Räumlichkeiten. Der Speisenbereich ist komplett rauchfrei. Im Bar/Loungebereich ist Rauchen erlaubt.

Der Umbau wurde im Zuge einer Gesamtadaptierung durchgeführt. Die reinen Kosten der Abtrennung betrugen ca. 10.000 Euro. Ein komplettes Rauchverbot würde für meinen Betrieb wesentliche Umsatz- und vor allem Ertragseinbußen bedeuten. Meiner Erfahrung nach greifen auch „Nichtraucher“ hie und da gerne einmal zu einer Zigarette oder Zigarre, wenn sie dazu ein gutes Glas Wein konsumieren. Dieser zusätzliche Konsum würde im Falle eines totalen Rauchverbotes wegfallen.

Im Bereich des Restaurantgeschäftes sind die Margen ohnehin schon sehr knapp kalkuliert, das Zusatzgeschäft ist für den Betrieb eine absolute Notwendigkeit. Daher mein Appell: Wer sich die Investitionskosten nicht leisten will oder kann, soll auf einen Nichtraucherbetrieb umstellen, denn eine Abtrennung kann ja auch gegebenenfalls noch nach dem 1. 7. 2010 gemacht werden, sollte man merken, dass das Nichtraucherkonzept für den Betrieb nicht aufgeht.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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