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Wirt am Wort

22.04.2010

Die Wirtschaftskrise hat die heimische Topgastronomie offensichtlich ziemlich getroffen – vor allem die Wiener Betriebe Coburg, Meinl, Ambassador, Korso etc. Die Liste der Betriebe, die zugesperrt haben oder jetzt ein neues Konzept verfolgen, ist lang.

Siegfried Kröpfl, Tiergarten Schönbrunn Gastronomie, Wien

Den Leuten ist es heute wieder wichtig, dass sie – abgesehen von Preisen, die sie sich leisten können – wieder etwas auf dem Teller haben, dass da ein schönes Stück Fleisch oder Fisch liegt und man nicht suchen muss, was es ist. In der Wiener Topgastronomie gibt es halt heute nur mehr die Familie Reitbauer, die sich diesen Erfolg mit einem ungeheuren persönlichen Einsatz erkauft. Diese Form von Familienbetrieben hat es ja früher – bevor die Konzerne gekommen sind und sich in den Hotels ein Restaurant geleistet haben – häufiger gegeben und die waren auch erfolgreich. Da haben eben mehrere Generationen gemeinsam mitgearbeitet. Leider geht diese Form von Herzblut heute vielen Gastronomen ab.

Beim aktuellen Trend – zurück zum Bodenständigen – sind die Kreativen unter uns wieder gefordert, und auch die Bauern müssen wieder innovativ werden. Man muss als Koch halt selber schauen und dahinter sein und sich die besten Lieferanten und Bauern als Partner sichern. Und die Betriebe, die die Dinge anders machen, als die anderen, die nicht nur jammern, die haben auch Erfolg. Ich denke jedenfalls, dass es in den nächsten Jahren in diese Richtung weitergehen wird, was ich aber nicht schlecht finde.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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