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WIRT am Wort

17.06.2010

Wenn ich vor 26 Jahren gewusst hätte, was auf mich zukommt, hätte ich es lieber gelassen. Ich hatte keine Erfahrungen im Gastgewerbe.

Dieter Fank, Stammkaffee, Wien 3

Alles war lustig, neue Erfahrungen, alles war nett. Im Laufe der Zeit kommt man aber dann darauf, dass vieles schwieriger als nett ist. Man hat unerwartete Kosten, und das Schlimmste sind die Auflagen. Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich eine alte Betriebs­anlagengenehmigung mit Übergangsbestimmungen habe. Diese sollte aber bei der Hand sein, wenn sich jemand durch Rauch oder Lärm oder sonst etwas belästigt fühlt und es zur Anzeige kommt. Findet man sie nämlich nicht mehr, geht das Amt dem nach und verhängt die Auflagen von heute.

Dann wird die alte Betriebsanlagengenehmigung entzogen und man muss z. B. die Belüftung nachrüsten, die je nach Jahr eine gewisse Kubikmeteranzahl Luft absaugen kann. Man ist da schnell bei 50.000 bis 150.000 Euro, für die keine Bank dann einen Kredit gibt. Das kann oft existenzgefährdend werden, was sich aber im Normalfall keiner überlegt. Nimmt man jetzt noch das neue Tabakgesetz her, so wird das einfach schon zu viel.

Apropos Tabakgesetz: Wer wird das kontrollieren? Selbst ernannte Rauchsheriffs? Mir wird schlecht! Jetzt wird dann natürlich auf der Gasse geraucht. Die Mieter über den Lokalen, die bei offenen Fenstern schlafen wollen, werden sich darüber freuen. Vielleicht kommt dann als nächste Auflage die Montage einer Außenabsaug­entlüftung über der Markise.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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