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Wirt am wort

02.09.2010

 In den letzten Jahren setzen immer mehr Wirte auf regionale Spezialitäten. Diese Entwicklung wird auch durch verschiedene offizielle und private Initiativen gefördert.

Josef Floh, Gas wirtschaft „Der Floh“, Langenlebarn

Das ist eine sehr positive Entwicklung, aber ich will dabei noch wesentlich weiter gehen. Für mich geht es nicht nur darum, punktuell einzelne regionale Spezialitäten auf der Speisekarte hervorzuheben, ich will sämtliche Lebensmittel aus der Region beziehen. Doch was ist die eigene Region, wo beginnt und wo endet sie? Ich habe mir deshalb beim Einkauf einen „Radius 66“ als Ziel gesteckt. Das bedeutet, dass alles, was ich in der Küche brauche, von Produzenten kommt, die nicht weiter von Langenlebarn entfernt sind als 66 Kilometer.

Natürlich gibt es ein paar Ausnahmen. Kaffee, Schokolade oder manche Gewürze, die unverzichtbar sind, wachsen bei uns einfach nicht. Aber es spricht nichts dagegen, sich darum zu bemühen, dass das Mehl, Milchprodukte, aber auch das Speiseöl von Produzenten kommen, die innerhalb dieses „Radius 66“ liegen. So nehme ich zum Beispiel statt Olivenöl jetzt verschiedene heimische Öle. Der 66-Kilometer-Radius ist dabei kein starres Dogma, aber eine Orientierung, die ich nur selten und dann aus gutem Grund durchbreche. Etwa bei den herrlichen Paradeisern von Erich Stekovics aus dem Seewinkel. Der ist zwar fast hundert Kilometer entfernt, aber wenn man die Distanz so wie auf der berühmten Route 66 in Meilen misst, geht es sich ja doch noch aus.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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