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Wirt am Wort

25.11.2010

Das Thema „Personal“ ist ein leidiges – nicht nur für die Saisonhotellerie, auch für kleine Gastronomen in Wien. Dass manche Mitarbeiter bisweilen eine erstaunliche Kreativität an den Tag legen, wenn es darum geht, sich regelmäßig ein paar Euro extra auf die Seite zu räumen, ist leider keine Neuigkeit.

Markus Billig

Aber wenn man als Kleinunternehmer mit gerade einer Hand voll Mitarbeiter gleichzeitig gleich drei (!) Angestellte mit der Hand in der Kasse erwischt, fragt man sich schon ...
Für mich persönlich bedeutet das in erster Linie einen 15–18 Stunden Arbeitstag, weil ich plötzlich die Arbeitskraft dieser drei Leute ersetzen muss, andererseits weiß jeder, wie schwer es oft ist, einen guten Mitarbeiter zu finden. Aber drei gleichzeitig? Wenn man dann noch gewisse Kriterien in puncto Alter, Aussehen und Sprache hat (Ein Bewerber hat sich vorgestellt und war so weit ok – bis er den Mund aufgemacht hat. Der Vorstadtslang hat einfach nicht in unser Lokal gepasst.), wird’s schwierig.

Ich bin jedenfalls dazu übergegangen, Mitarbeiter nur mehr über Onlinebörsen zu suchen und nicht mehr über Zeitungsannoncen. Der Vorteil ist, dass man auf diese Art meist bessere und komplettere Informationen über die Bewerber erhält. Und bei Zeitungsinseraten ist auch die Anzahl der Leute geringer, die nur vorbeikommen, um sich ihren Stempel für das AMS abzuholen (oft auch noch ohne Terminvereinbarung), aber in keiner Weise an Arbeit interessiert sind.

Markus Billig, La Pasteria, Wien

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-360

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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