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WIRT am Wort

24.02.2011

Das Wichtigste an einem Unternehmen sind seine Mitarbeiter. Dieser oft zitierte Satz gilt zwar für alle Branchen, in der Gastronomie ist er jedoch von noch größerer Bedeutung, weil in unserer Branche ein Gutteil der Wertschöpfung auf einer unmittelbaren, persönlichen Ebene, nämlich vor den Augen des Gasts, erbracht wird.

Erich Mayrhofer, Bärenwirt, Petzenkrichen

Es erfüllt mich mit Stolz, dass alle derzeitigen Mitarbeiter auch in unserem Haus gelernt haben, womit wir bei einem meiner zentralen Anliegen, nämlich der Ausbildung in unserem Berufstand, sind. Derzeit haben wir sieben Lehrlinge im Betrieb, außerdem sitze ich auch in einer Prüfungskommission. Das teilweise erschreckend niedrige Ausbildungsniveau unserer Lehrlinge hat wohl mehrere Gründe. Zum einen fehlt es den Schülern oft an der richtigen Einstellung. In drei Wochen lernen sie zwar alles, was sie für den Führerschein brauchen, aber wenn es darum geht, in drei Jahren die Grundschule des Kochens zu erlernen, scheitern sie, weil es sie einfach nicht interessiert. Gleichzeitig gehören auch die Lerninhalte modernisiert und der Lehrplan durchforstet. Schlussendlich sollte man auch die Situation der Lehrer verbessern. Engagierte Lehrer, die sich weiterbilden wollen, werden oft alleine im Regen stehen gelassen. Natürlich kann man nicht alle Probleme an die Schulen deligieren, auch ausbildende Lehrbetriebe sind gefordert, mehr für ihre Mitarbeiter zu tun. So waren wir gerade mit allen Mitarbeitern auf einem eintägigen Seminar für Verkaufsförderung. So etwas kommt nicht nur dem Betrieb zugute, sondern auch den Mitarbeitern selbst, denn solche Veranstaltungen tragen neben der reinen Vermittlung von Fähigkeiten auch sehr viel zur indivuduellen Persönlichkeitsentwicklung bei.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: gast@wirtschaftsverlag.at (Fax: 01/546 64-360)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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