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WIRT am Wort

16.03.2011

Die Oberösterreicher sind für viel Gutes bekannt: Eine rege Wirtschaft, eine Kulturlandeshauptstadt und Sinn für Humor. Letzteres kann die einzige Erklärung für die Schnapsidee einer Alkoholsonderabgabe sein, die eben daher stammt.

Josef Bitzinger, Augustinerkeller, Wien

Und wäre die Idee für sich nicht schon absurd genug, so soll sie auch noch unter dem Pseudodeckmäntelchen „Eindämmung des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen“ ans Volk verkauft werden. Dass Tankstellen in der Nacht Alkohol weiter verkaufen, ist aber in Ordnung. Und dass Jugendliche im Handel Alkohol kaufen und diesen im Privaten völlig unkontrolliert konsumieren können, ist auch in Ordnung. Aber in der Gastronomie sollen Getränken für Gäste teuer werden, die dann in Folge oft gänzlich ausbleiben. Was soll unsere krisengebeutelte Branche noch aushalten? Und warum kümmert sich die Politik nicht endlich um die wahren Steuersünder, die Millionen und Millionen hinterziehen und lässt ordentliche Selbstständige zufrieden? Das frage ich mich wahrlich. Und so kann ich nur sagen: In Linz mag es beginnen, aber in Wien hört es auf: mit solch einem Blödsinn!

Zumindest für Wien kommt eine solche Abgabe auf keinen Fall infrage, da wehren wir uns vehement dagegen. Wien als Tourismusstadt Nr. 1 in Österreich kann eine solch enorme Belastung ihren Gastrobetrieben nicht zumuten. Die Wiener Gastronomie ist das Markenzeichen Wiens, sowohl für Einheimische als auch für Touristen. Diese darf nicht zusätzlich belastet werden, wie es in letzter Zeit der Fall war, z. B. durch die oft notwendigen, baulichen Investitionen aufgrund des Tabakgesetzes.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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