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WIRT am Wort

12.05.2011

In jüngster Zeit wird über die Ausweitung der Sperrstunde in Wien von vier auf sechs Uhr diskutiert, und ich kann nur hoffen, dass diese Verlängerung auch kommt.

Christine ­Salchenegger, Krah-Krah, Bermuda-Bräu, Wien

Gerade bei uns im Bermuda-Dreieck ist ja die Ausgehmeile von Wien. Wenn ein Lokal, wo noch viel los ist, jetzt um vier Uhr sperrt und die Leute rausschmeißen muss, dann sind vielleicht manche verärgert, dann sind noch welche lustig und stehen in Trauben vor der Türe und es entsteht erst recht ein gewisser Lärmpegel. Wenn aber die Gäste bis sechs Uhr Zeit haben, dann würde es nicht zu einem großen Aufbruch kommen, das Heimgehen der Leute würde sich aufteilen und der Lärmpegel für die Anrainer wäre deutlich geringer.

Zumal der normale Straßenlärm in der Stadt um sechs Uhr ja ohnehin schon wieder deutlich stärker ist, ein paar Nachtschwärmer hier also leichter untergehen würden. Natürlich wäre es für die Gastronomen auch umsatzmäßig von Vorteil, gerade für die Nachtclubs, wo es ja erst gegen Mitternacht überhaupt losgeht. Die Ausgehzeiten haben sich in den letzten Jahren nunmal geändert. Aber auch in meinen Lokalen würde ich mir leichter tun. Es würde ja nicht bedeuten, dass man jeden Tag bis sechs Uhr offen hält. Aber der Gastronom könnte flexibler auf die Bedürfnisse der Gäste reagieren, und wenn die Bude mal voll ist, dann lässt man eben länger offen. Und um diese Möglichkeit ginge es. Für das Personal wäre es jedenfalls egal, ob sie jetzt um vier oder sechs Uhr zusperren. Die bekommen ohnehin eine Nachtzulage.

Außerdem haben wir jetzt seit vergangenem Jahr die 24-Stunden-U-Bahn in Wien. Wozu braucht man die, wenn um vier Uhr alles dicht macht?

Falls Sie sich betroffen fühlen, schreiben Sie uns: gast@wirtschaftsverlag.at  (Fax: 01/546 64-360)

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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