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Wirt am Wort – Nachhaltigkeit

19.02.2010

Die allgegenwärtige Wirtschaftskrise haben im Vorjahr auch die Wirte massiv zu spüren bekommen. Sie zählen ja zu den Ersten, die es spüren, wenn die Gäste ihre Ausgaben auf Sparflamme stellen.

Wolfgang Edler, Edlers Landhaus Oswald, Groß St. Florian

Keine Frage daher, dass die Stimmung in der Branche im Jahr 2009 ziemlich im Keller war. Umso erfreulicher, dass diese Phase vorüber scheint. Das war etwa kürzlich am Gastwirtetag in der Obersteiermark zu spüren. Das Stimmungsbarometer zeigt eindeutig nach oben.

Wie viele andere Kollegen bin auch ich sehr zuversichtlich, dass wir heuer die Verluste von 2009 wieder wettmachen. Die Krise kostet freilich nicht nur Gäste und Umsatz, sie lockt auch so manchen Wirt auf gefährliche Wege. In der Not kämpft er mit Preisdumping um sein wirtschaftliches Überleben. Das mag zwar kurzfristig eine kleinen Effekt haben, treibt ihn allerdings in einen Teufelskreis. Denn von den einmal ausgerufenen Tiefpreisen kommt man nur schwer zurück auf eine notwendige betriebswirtschaftliche Kalkulation. Und mit Dumpingpreisen gefährdet der Wirt auch seine Qualitätsansprüche, weil er vom Wareneinsatz bis zum kompetenten Mitarbeiter unter Druck gerät. So weit, so schlecht. Gut ist hingegen, dass diese Problematik nicht unter den Tisch gekehrt, sondern – wie an diesem Wirtetag zu erleben – im Kollegenkreis sehr kritisch diskutiert wird. Da setzt sich die Erkenntnis durch, dass der anspruchsvolle Gast von heute nur mit Qualität nachhaltig zu gewinnen ist. Ein guter Ansatz, die positive Branchenstimmung auch in konkreten wirtschaftlichen Erfolg umzusetzen.

Falls Sie sich betroffen fühlen, schicken Sie uns bitte ein E-Mail: gast@wirtschaftsverlag.at oder ein Fax: 01/546 64-524

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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