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Wirt zwischen Beruf und Berufung

23.05.2007

Glück fußt bekanntlich auf vielen Faktoren. Als Gastronom muss man ein wenig Glück haben, um zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit dem richtigen gastronomischen Konzept zu sein.

BÖG-Gastronomen des Jahres

Dieses Glück ist freilich nur in geringem Ausmaß an Zufall gekoppelt. Im Regelfall sollte es Ausdruck und vor allem Folge einer hohen unternehmerischen Professionalität sein. Eben diesem Glück des Wirtes hat die BÖG (Beste Österreichische Gastlichkeit) heuer ihren Jahreskongress gewidmet, der Anfang dieser Woche im Palais Niederösterreich in Wien über die Bühne ging. Im Zuge des zweitägigen Kongressprogramms näherten sich die Vortragenden den glücksbringenden Aspekten aus unterschiedlichsten Blickwinkeln.

AMA-Marketing-Geschäftsführer Dr. Stefan Mikinovic etwa lotete mit seinem Vortrag „Kochen gegen den Klimawandel – wider die Globalisierung des Geschmacks“ jene Potenziale aus, die Österreichs regionale und authentische Küche im internationalen Wettbewerb eröffneten. Wer – wie übrigens immer mehr BÖG-Betriebe – dieser kulinarischen Strategie folgt, darf sich durchaus glücklich schätzen, denn er punktet damit zunehmend bei seinen Gästen.
Entscheidend für ein glückliches Wirts-Dasein ist zweifellos das Verständnis seines Berufs. Über Lust und Frust des gastronomischen Alltags entscheidet, wie sehr sich jeder Einzelne zu seiner Tätigkeit berufen fühlt. Dieser Frage ging der auf Hotellerie und Gastronomie spezialisierte Unternehmensberater Kurt Steindl in seinem Vortrag nach.

Ohne Ziele kein Erfolg
Antworten darauf findet jeder selbst, wenn er seine Sinn-Vision für das eigene Leben definiert und daraus klare Ziele abliefert. „Ohne Sinn-Vision wird man kein erfolgreicher Wirt sein“, bilanziert Steindl nüchtern. In seiner Beratungstätigkeit erlebe er das insbesondere bei Unternehmen immer wieder, in denen der Generationswechsel ansteht. „Für die Elterngeneration war der Aufbau des Betriebs der Lebensmittelpunkt, Tochter oder Sohn fühlen sich dazu aber gar nicht berufen und betreiben das Unternehmen häufig frustriert weiter“, weiß Steindl. Genau an dieser Stelle sei es sehr wichtig, seine Sinnvision zu erkennen und im Falle des Falles seine Zukunft auch jenseits der Gastronomie zu planen.

Für den Gastronomen, der seine Berufung sehr wohl als Wirt sieht, definiert Steindl sieben Schritte zur Zielerreichung: 1. klare, messbare Definition des Zieles. 2. Festlegen des Zieldatums. 3. Liste der spontan erscheinenden möglichen Hindernisse. 4. Liste von Personen, Organisationen etc., die am Weg zum Ziel behilflich sein können. 5. Liste des nötigen Wissens und Könnens. 6. detaillierter Aktionsplan und 7. die Vorstellung, wie es sein wird, wenn man am Ziel angekommen sein wird.
„Wenn es bei dieser Vorstellung nicht freudig prickelt, dann dürfte leider schon bei der Sinn-Vision etwas schieflaufen“, meint Steindl.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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