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Wirtschaftskammer fordert Mehrwertsteuer-Senkung

25.02.2010

FV Hotellerie WKÖ. Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich, belegt im aktuellen Positonspapier, dass die wichtigsten Mitbewerber Östereichs geringere Steuersätze für die Hotellerie haben. Der Fachverband Hotellerie fordert daher, so wie die ÖHV, eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes.

Klaus Ennemoser, WKÖ-Bundesobmann des Fachverbandes Hotellerie

"Eine gute Wirtschaftspolitik braucht effektive Rahmenbedingungen für Wirtschaftswachstum und Wertschöpfung. Dabei kommt es auf die richtigen Hebel an. Ohne Zweifel stellt die heimische Hotellerie eine Schlüsselposition dar. Umso wichtiger ist es, diese Stärken international zu verteidigen", erinnert Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich. Aus diesem Grund ist der Fachverband in seinem aktuellen Positionspapier "Mehrwertsteuersenkung für Österreichs Hotellerie" der Frage nach einem reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Logis nachgegangen. Bemerkenswertes Ergebnis: In 17 europäischen Ländern liegt dieser Steuersatz unter dem österreichischen Niveau. Dies gilt insbesondere für die für Österreich wichtigen Mitbewerber Deutschland und die Schweiz.

An den richtigen Schrauben drehen

Der Fachverband Hotellerie fordert eine Halbierung des Mehrwertsteuersatzes auf Logis von derzeit 10 auf 5 Prozent. Aufgrund wirtschaftlich volatiler Zeiten ist nicht nur in Deutschland Bewegung in die Mehrwertsteuerlandschaft gekommen. Auch in Ungarn wurde am 1. Juli 2009 der Mehrwertsteuersatz trotz der angespannten Budgetlage gesenkt. Insgesamt werden in 22 von 27 EU-Ländern derzeit reduzierte Mehrwertsteuersätze auf Logis angewendet. "Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bedarf es intelligenter finanzpolitischer Maßnahmen. Die Antwort kann nicht lauten 'mehr', sondern muss heißen: 'anders'. Es stellt sich die Frage nach dem Drehen und Stellen der richtigen Schrauben. Steuerpolitische Maßnahmen können sich angesichts des Diktats der leeren Kassen öffentlicher und privater Haushalte nicht mehr ausschließlich am Wünschbaren, sondern müssen sich - es ist höchst an der Zeit - verstärkt am Leistbaren und Sinnvollen orientieren", so Ennemoser.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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