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Wo das Kind König ist

19.02.2015

Kinder beeinflussen nicht nur das Konsumverhalten ihrer Eltern, sondern auch die Wahl der nächsten Urlaubsdestination. Das Sporthotel Achensee ist ein Beispiel dafür, dass sich Familienfreundlichkeit auszahlt.

Die Seealm ist ein Nebengebäude, in dem tagsüber fürs leibliche Wohl der Gäste gesorgt wird.

Text: Alexander Grübling

 

Es gibt Hotels, in denen Gästen schnell klar wird, dass anderswo einiges nicht ganz rund läuft. Dass die große Welt da draußen von der kleinen hier drinnen noch etwas lernen könnte. Das Sporthotel Achensee ist so ein Ort. Würde man jemanden in diesem Hotel aussetzen, ohne dass diese Person jemals einen anderen Flecken Österreichs gesehen hätte, er würde denken: Österreich muss ein kinderfreundliches Land sein. Aber das ist es leider nicht. Spielende, tobende Kinder und gleichzeitig entspannte Erwachsene – ja gibt’s denn so was? Ja, das gibt es. Denn das Sporthotel am Achensee, das seit 1999 zur Kooperation „Kinderhotels Europa“ gehört, ist perfekt auf Familien mit Kindern eingestellt. Das merken Gäste sofort, denn zur Kinderfreundlichkeit gehören nicht nur bauliche Maßnahmen. Die gesamte Belegschaft einschließlich der Hotelleitung muss diesen Spirit leben und verinnerlichen. Um beim Baulichen zu bleiben: Die Kunst liegt auch darin, ein Ambiente zu schaffen, das im besten Fall auch Erwachsenen zusagt.
Denn ein „kinderfreundliches“ oder „kindgerechtes“ Ambiente heißt ja nicht zwingend, dass es optisch ansprechend sein muss. Im Fall des Sporthotels Achensee ist es das aber. Das beginnt in der Lobby, in der es kaum einen Hinweis darauf gibt, dass es sich um ein Kinderhotel handelt (offener Kamin, Bar), setzt sich über den großzügigen Wellnessbereich fort, in dem sich auch Erwachsene wohlfühlen (Schönheitsfarm, Panorama-Fitnessraum, Ruhebereich), bis hin zu den Zimmern, die kindgerecht ausgestattet sind und separate Schlafbereiche für Kinder und Erwachsene bieten. Kinderfreundlich heißt nicht erwachsenenfeindlich. Es lauert gottlob nicht an jeder Ecke Mickey Mouse oder Prinzessin Lillifee. Den Kindern gefällt’s trotzdem, den Eltern sowieso.

Herzstück
Eines der Herzstücke aber ist die Kinderwelt. Im Sporthotel Achensee löst die Frage „Kind abgeben oder mitnehmen“ keine Gewissenskonflikte aus. Es ist für den Gast ganz simpel: Wer will, gibt den Nachwuchs in der Kinderwelt ab – genügend Platz (700m2, eigener Krabbelbereich) und qualifizierte Betreuer/-innen sind an sieben Tagen die Woche und insgesamt mehr als 80 Stunden vorhanden. Wer nicht will, nimmt sie mit. Wenn es überall so einfach wäre, Kinder zu haben, hätten vielleicht auch mehr Österreicher welche.

„Wir haben das Haus 1992 von einer holländischen Familie gekauft. Damals war es ein Appartementhaus mit 26 Einheiten und es gab fast ausschließlich holländische Gäste“, blickt Eigentümerin Brigitte Hlebaina auf den Beginn zurück. Im Laufe der Zeit sei der holländische Gast allerdings in den Hintergrund getreten, man konzentrierte sich mehr auf deutschsprachiges Publikum. 1999 war es so weit, da ist das Sporthotel der Kooperation Kinderhotels beigetreten. Diese Entscheidung hatte sich auch aus der Tatsache ergeben, dass die Zimmer alle groß (50m2) waren und dass Familie Hlebaina selbst zwei Töchter hat. 2001 wurde das Haus nochmals vergrößert und erstmals gab es „fünf Smileys“ – was innerhalb der Kooperation der Bestnote entspricht, aber auch einiges an Aufwand für den jeweiligen Hotelier bedeutet.

Kinderhotel-Akademie
Aber welchen Nutzen hat Brigitte Hlebaina von den Kinderhotels? Besonders gefallen ihr die Industriekooperationen, etwa mit Toys’r’us, Jako-o oder McDonald’s. „Dabei profitieren beide Seiten, wir machen für sie Werbung, sie für uns.“ Zudem gebe es eine Kinderhotel-Akademie, in der Mitarbeiter/-innen geschult werden – von der Schwimmausbildung, der Show-Animation oder der Zauberausbildung bis hin zur Kleinkindbetreuung. Die kleinen Gäste treffen also auf ausgebildetes Personal. Die jeweiligen Schulungen erfolgen in Seminaren und gewährleisten einen Qualitätslevel. „Der Gast weiß, was ihn in einem Hotel mit fünf oder vier Smileys erwartet“, sagt die Hotelchefin. Die Software ist in den Hotels der Kooperation zwar die gleiche, allerdings unterscheiden sie sich in der Hardware. Sprich: Man fühlt sich nicht wie in einem Hotel einer Kette. „Die Kinderbetreuung ist DAS wesentliche Entscheidungskriterium für Gäste“, sagt Brigitte Hlebaina. Viele wünschen sich ganz einfach nur, dass sie wieder einmal mit ihrem Partner ungestört essen können, während sie die Kinder in guten Händen wissen. Und genau das ist hier möglich.

Wellness für Kinder
„Wir waren das erste Hotel, das Wellness für Kinder angeboten hat. Das löste damals einen Medienrummel aus, der uns gutgetan hat. Der Slogan ‚Mami, ich bin beim Peeling‘ war damals nur der Aufhänger.“ Das Kind mit Topfenmaske und Gurkenscheiben im Gesicht ist eigentlich genau das, wofür Kinderwellness nicht steht. „Für uns bedeutet Kinderwellness Bewegung, Yoga mit Kindern oder auch der Aspekt der Ernährung, der den Kindern spielerisch nähergebracht wird“, sagt die Hotelchefin. Das Sporthotel Achensee ist eine Insel, in der Kinder kein organisatorisches Problem darstellen.
www.sporthotel-achensee.com

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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